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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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Devisen oder Staatsanleihenkrise wurden auf G7-Treffen nicht erwähnt
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

„Wir rechnen damit und vertrauen darauf, dass die griechische Regierung alle die für die Zielerreichung notwendigen Schritte unternehmen wird“, so Trichet. Diese Stellungnahme erfolgte bereits vor dem G7-Treffen dieses Wochenende und wurde von den EU-Vertretern jetzt bestätigt. Daneben verwendeten die EU-Mitglieder Zeit darauf, die Nicht-EU-Mitglieder davon zu überzeugen, dass die fiskalischen Probleme Griechenlands (Portugals, Spaniens usw.) ohne die Hilfe externer Behörden, wie dem IWF, gelöst werden könnten. Gemessen an der jüngsten Preisentwicklung jedoch, haben diese Äußerungen die Sorgen des Markts nicht beseitigt. Gerüchte und Spekulationen umschweben weiterhin das Problem der Kreditspreads für Staatsanleihen, z. B. die Vorbereitung eines Darlehens für Griechenland durch die Bundesbank und ein geheimes Treffen der EZB am Wochenende, und hielten die EUR-Händler allesamt auf Trab. EZB-Ökonom Stark bemerkte, das ein neuer Mechanismus, der die einzelnen EU-Länder unterstützen würde, mit den bestehenden Vorschriften unvereinbar sei, was auf dem EUR lastete, weil viele der Ansicht sind, dass irgendeine Art von Rettungs- oder Stabilitätsfonds nötig sein wird. Die Daten der CFTC implizieren, dass die Händler risikokorrelierte Long-Positionen weiterhin zurückfahren und eine EUR-negative Einstellung aufweisen (Nettokurzpositionen gegenüber dem USD legten von 39.500 auf 43.700 zu, der größte Short-Positionen-Bestand, der von der CFTC seit Auflegung des Euros verzeichnet wurde). Die gemischten US-Beschäftigungsdaten am Freitag fügen den fiskalischen Sorgen der PIIGS eine weitere wichtige Dimension hinzu. Die von Griechenland vorgeschlagene Fiskalstrategie, die letzte Woche unvoreingenommen von der Europäischen Kommission angenommen wurde, hängt sehr stark von einer globalen Erholung, insbesondere in den USA und China ab. Sollten diese Länder stagnieren oder sogar nach unten abrutschen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Risikoländer ihre angestrebten geringeren Verschuldungsgrade nicht erreichen, signifikant. Wir rechnen nach wie vor damit, dass die Sorgen über die EU auf dem EUR lasten und dem USD und JPY zu Gute kommen werden. Allerdings gehen wir, angesichts des leicht bestückten Wirtschaftskalenders bis Mittwoch, davon aus, dass Schnäppchenjäger für einen gewissen Anstieg der risikokorrelierte Devisen sorgen werden. Das G7-Treffen dieses Wochenende in Kanada stellte sich als bedeutungslos heraus und bestätigte die Tatsache, dass es dieser Gruppe derzeit an Relevanz fehlt. Zwar erfolgte kein offizielles Kommuniqué, aber einzelne Minister bezogen sich auf die Oktober-Stellungnahme zu den Devisen. Der Wortlaut im Oktober war: „Überschüssige Volatilität und unruhige Bewegungen der Wechselkurse haben sich negativ auf die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität ausgewirkt. Wir behalten die Märkte weiterhin eng im Auge und arbeiten nach Bedarf zusammen.“ Nicht ganz die starke und überzeugende Richtungsvorgabe, die sich ein äußerst nervöser Markt erhofft hatte.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):
08:15 CHF Einzelhandelsumsätze, Vorjahresvergleich, Dez., in %, zuvor 0,6 13:15 CAD Baubeginne, Jan. Prognose von 180.000, zuvor 174.500
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Risiken heute:

EurUsd Die schlechter als erwarteten Arbeitsplätze ex-Agrar am Freitag wurden vom Markt erstaunlich gut aufgenommen, wenn man den kompletten Zusammenbruch des Risikoappetits am Tag zuvor bedenkt. EURUSD ging lediglich bis auf 1,3586 zurück (und wurden vorwiegend von EURJPY nach unten gezogen), bevor es sich wieder oberhalb der Marke von 1,3600 konsolidierte und ins Wochenende ging. Wenngleich der RSI auf 14-Tages-Basis nach wie vor fest im überverkauften Terrain von etwa 24 steht, würden wir den weiterhin gültigen allumfassenden Bärentrend respektieren und der Versuchung widerstehen, hier von der Long-Seite ins Spiel zu gehen, in der Fehlannahme, es handele sich um Schnäppchen. Nach dem Durchbruch der einmonatigen Trendlinienunterstützung von 1,3750 haben wir das Scheitern zweier Erholungsrallys erlebt, die nicht den Verkaufsdruck überwinden konnten, der mit der vorherigen Trendlinie zusammenfiel. Daher ist heute mit einer Obergrenze bei 1,3700-10 zu rechnen, wobei die knapp darüber liegende Marke von 1,3750 signifikanten Widerstand leisten dürfte. Als nächste Abwärtsziele werden das Tief nach Bekanntgabe der NFP-Daten von 1,3586, gefolgt von 1,3510 (nächste Vibrationskanalunterstützung) und 1,3484 (61,8% Fibonacci-Retracement der Rally von 2009) ins Auge gefasst.
GbpUsd Entgegen der bärischen Prägung des Großteils der Devisenpaare heute hat der GBPUSD-Ausverkauf heute Morgen auf das Tief von 1,5535 uns immerhin Anlass dazu gegeben, in Long-Positionen einzusteigen und auf eine Korrektur nach oben zu achten. Der anhaltende GBP-Pessimismus, der den Markt im vergangenen Jahr durchdrungen hat, könnte Pfund Sterling dieses Mal zu Gute kommen. Der RSI auf 14-Tages-Basis befindet sich (wie viele andere Kennzahlen) im überverkauften Terrain von 28. Dazu kommt, dass die 12-monatige Aufwärtstrendunterstützung darunter bei 1,5520 greift und von der darunter liegenden technischen Unterstützung von 1,5315 und dem 23,6% Fibonacci-Retracement des Kursrückgangs von 2,1161 auf 1,3507 untermauert wird. Jedoch dürfte das bei 1,5730 lauernde Verkaufsinteresse eine signifikante Hürde darstellen, aber darüber besteht reichlich Spielraum bis zu den nächsten Obergrenzen von 1,5835 und 1,6000.
UsdJpy Das Paar vollzieht derzeit eine Konsolidierung in einer symmetrischen Dreiecksformation, nachdem der reflexartige Risikoaversionsausverkauf nach Bekanntgabe der Beschäftigungszahlen am Freitag keine neuen Tiefs unter dem Boden des Vortages von 88,55 erreichen konnte. Ausgehend vom breitesten Punkt des Dreiecks liegt das Ausbruchziel auf beiden Seiten bei 150 Pips, ungefähr bei 90,80 nach oben (fällt heute schön mit der Obergrenze des einmonatigen Abwärtstrends zusammen) oder 87,50 nach unten (ehemalige Pivotmarke). Selbst wenn ein Ausbruch nach oben erfolgen sollte, ist zu beachten, dass im Umfeld von 90,30 mit Verkaufsinteresse gerechnet wird, ein Bereich, der der Rückseite des vorherigen Abwärtstrendkanals und dem 50% Fibonacci-Retracement von 84,83-93,77 entspricht. Derzeit wird mit schwacher Unterstützung bei 88,25 (61,8% Fibonacci-Retracement) gerechnet, aber angesichts der Kursentwicklung letzte Woche, die diese Fibonacci-Marken ohne weiteres aushob, wird sich die einzig bemerkenswerte Unterstützung, unserer Ansicht nach, darunter bei 88,00 (wichtige Trendlinienunterstützung) befinden.
UsdChf Das Paar scheint jetzt seinen 11-monatigen Abwärtstrend endgültig hinter sich gelassen zu haben. Ab hier dürfte USDCHF auf signifikantes Kaufinteresse im Bereich 1,0600-20 stoßen (der mit der Rückseite der vorherigen Trendlinie und der wichtigen Pivotmarke zusammenfällt). Auf kürzere Sicht jedoch ist zu beachten, dass der RSI auf 14-Tages-Basis immer noch am Rand des überkauften Terrains von 70 steht und der leicht bestückte Datenkalender die Abwesenheit von offensichtlichen Katalysatoren bedeutet, d. h. es könnte eine Konsolidierungsphase bevorstehen. Ab hier achten wir daher lieber auf etwaige Rückgänge in Richtung 1,0600 als Kaufchance, wobei der nächste Widerstand auf dem Weg nach oben erst im Bereich von 1,0800 bevorsteht, gefolgt von 1,1000.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.3910 |
1.5835 |
91.80 |
1.1170 |
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1.3850 |
1.5730 |
90.00 |
1.1020 |
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1.3750 |
1.5660 |
89.70 |
1.0800 |
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1.3636 |
1.5574 |
89.38 |
1.0756 |
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1.3600 |
1.5654 |
88.55 |
1.0600 |
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1.3484 |
1.5480 |
88.10 |
1.0445 |
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1.3000 |
1.5315 |
87.50 |
1.0400 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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