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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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RBA schockiert Märkte & AUD stürzt ab
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Die RBA verblüffte die Märkte, sie behielt die Cash Rate unverändert bei 3,75% bei und hob die Zinsen nicht um weitere 25 Basispunkte an, wie allgemein (zu etwa 80%) erwartet worden war. Der AUD brach unverzüglich ein, da Händler davon ausgehen, dass der Renditespread bröckeln wird. AUDUSD verlor fast eineinhalb Zähler, das Währungspaar rutschte von 0,8927 auf 0,8780 ab. Allerdings deutet die begleitende Stellungnahme der RBA klar darauf hin, dass die Zinsen in der Zukunft steigen könnten. Und genau darauf setzen die Händler, die kurzfristigen Terminkontrakte für Bankanleihen legten um etwa 30 Basispunkte zu. Die RBA nannte als Gründe für die vorübergehende Aussetzung anhaltende Sorgen über globale Kreditbedingungen, den starken australischen Dollar, wachsende Risiken bei Staatsanleihen und die wahrscheinliche Straffung der Zinszügel in China. Die Zentralbank wollte auch die Wirkung der letzten drei Zinsanhebungen beobachten, da die Informationen darüber noch „begrenzt“ seien. Der Vize-Gouverneur der Zentralbank Battellino hatte im Dezember erklärt, „da die Informationen über die frühzeitigen Auswirkungen dieser Veränderungen noch begrenzt sind, hielt es das Board für angemessen, vorerst eine stabile Geldpolitik zu befolgen“. Die Tatsache, dass so viele intelligente, gut geschulte Analysten die Absichten dieser Zentralbank völlig missverstanden haben, unterstrich die Tatsache, dass nichts an Geldpolitik völlig sicher ist. Damit wird einer der wichtigsten FX-Grundsätze infrage gestellt, nämlich dass die US-Notenbank der EZB bei der Normalisierung der Politik vorangehen wird und dass daher die aktuelle Abschwächung bei EURUSD gerechtfertigt sei (in Verbindung mit Befürchtungen wegen in Bedrängnis geratener EU-Mitglieder). Aber zurück zum Schicksal des AUD. Erstens sind wir der Ansicht, dass die Geschichte von einer Straffung der Zinszügel in China übertrieben ist und dass China / Asien das ganze Jahr 2010 hindurch weiter Power und Energie zeigen wird. Und zweitens werden die Wirtschaftsdaten in Australien, einschließlich einer Arbeitslosenquote, die bei 6,0% ihren Höhepunkt fand, konstruktiv bleiben, während die Inflation über den Zielband von 2-3% verläuft. Angesichts unserer oben ausgeführten Erwartungen sind wir der Ansicht, dass die RBA gezwungen sein wird, die Zinsen im März und zum Jahresende 2010 um 25 Basispunkte auf etwa 5,25% anzuheben. Das bedeutet, dass die Verkaufswelle beim AUD lediglich eine Reflexreaktion war und der AUD in der Zukunft gut gestützt sein dürfte. Heute wird der Mangel an wichtigen Daten dazu führen, dass der Handel an den Devisenmärkten spannengebunden verläuft. Die großen Währungen dürften sich im Konsolidierungsmodus befinden, bevor am Donnerstag die BOE und die EZB zu Wort kommen und am Freitag die wichtigen Zahlen zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft vorgelegt werden.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):
09:00 GBP Einkaufsmanagerindex im Baugewerbe, Januar, Prognose von 47,1 nach 47,1 10:00 EUR Erzeugerpreisindex, Dez., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, Prognose von 0,0 (-3,1) nach 0,1 (-4,4) 15:00 USD Wohnungsleerstand, 4. Quartal, zuletzt 2,6% 00:00 USD Fahrzeugverkäufe für Jan. in Mio. Prognose von 11,2 15:00 USD Anstehende Eigenheimverkäufe, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich) für Dez., in %, Prognose von 0,9 (11,2)
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Risiken heute:

EurUsd Das Bild bei EURUSD hat sich heute kaum verändert, kurzfristig dürfte zwischen 1,3855 und 1,4000 eine Konsolidierung anstehen. Wir neigen bei diesem Paar weiterhin zu Short-Positionen und dazu, in der Nähe von 1,4000 geringe Verkäufe zu tätigen, aber angesichts der beträchtlichen Verkaufswelle seit Anfang Dezember und des bevorstehenden Risikos (EZB-Sitzung und Pressekonferenz am Donnerstag) gehen wir davon aus, dass einige Akteure das Risiko im Falle eines Überraschungsfeuerwerks von Trichet verringern. Betrachtet man sich das größere Bild, so wird klar, dass der bearishe Trend die Hauptantriebskraft bleibt. Sollte es tatsächlich zu einer Erholung hin zu 1,4190 kommen, ist mit beträchtlichem Verkaufsinteresse zu rechnen. Der Einbruch des 12-monatigen Aufwärtstrends im Dezember ist äußerst geordnet verlaufen, und das Ziel des ‚Bear Flag‘-Musters, das sich im Januar bei etwa 1,3600 herausgebildet hat, ist noch nicht erreicht. Dies deutet darauf hin, dass noch weiterer Spielraum für diese Entwicklung nach unten besteht.
GbpUsd GBPUSD rutschte gestern durch die untere Grenze des 2-wöchigen Abwärtskanals nach unten ab, da angespannte Nerven vor der Zinsentscheidung der BoE am Donnerstag ihren Tribut forderten und GBPUSD-Bären auf wenig Käufer stießen. Das Tief von 1,5851 lag innerhalb von 20 Pips der kritischen Unterstützung nach unten und des Tiefs von 1,5833 vom 30. Dezember, aber das Paar konnte eine starke Erholung vollziehen und schloss wieder im Kanal, selbst nach der Welle der USD-Stärke nach den ISM-Daten. Es herrscht ein beträchtliches Maß an Unsicherheit darüber, wie die BoE-Sitzung am Donnerstag ausgehen wird. Daher kann man bis zur Entscheidung des währungspolitischen Ausschusses von einer uneinheitlichen Handelsspanne zwischen dem Tief bei 1,5833 und dem Bereich des größeren Angebots bei 1,6080 ausgehen. Käme es jedoch zu einer Erholung hin zu 1,6080, würden wir erneut Short-Positionen ins Auge fassen, mit einem Stopp direkt über dem Widerstand des gleitenden 50-Tages-Durchschnitts (1,6147) und auf ein erneutes Antesten von 1,5833 und danach 1,5707 warten.
UsdJpy Gestern kam es zu einer erneuten, deutlich positiven Überraschung bei den US-Daten, der ISM-Index für das Fertigungsgewerbe wies einen sensationellen Stand von 58,4 im Januar auf. Dennoch gelingt es USDJPY nicht, die hartnäckige Widerstandsmarke von 91,00 zu durchbrechen, die auch die Rallye am Freitag vereitelt hatte. USDJPY-Bullen finden zumindest etwas Trost in der Tatsache, dass wir schließlich einen Tagesschluss über den Nackenlinie von 90,55 erreicht haben, der uns am Freitag nicht gelungen ist. Derzeit aber wollen die Händler nach wie vor Short-Positionen in der Nähe dieses Vibrationskanals des Abwärtstrends eingehen, der jetzt bei etwa 90,80 liegt, gestützt durch das 38,2% Fibonacci-Retracement der Verkaufswelle von 93,77 hin zu 89,14 (bei 90,91). Wenn das Verkaufsinteresse schließlich bei etwa 90,80-91,00 zum Erliegen kommt, würde dies die Tür öffnen hin zur oberen Grenze des 1-monatigen Abwärtstrendkanals bei 91,35. Würde diese Marke überwunden, würde es 89,14 als das neue höhere Tief in der Rallye ausgehend von 84,82 bestätigen. Heute stehen kaum wichtige Konjunkturdaten an, die als Katalysator wirken könnten. Allerdings wird die kommende Börsensitzung als Deal-Breaker wirken, da eine weitere Rallye davon abhängt, ob sich der 1-wöchige Aufwärtstrend behaupten kann (liegt derzeit bei 90,30). Wenn wir nicht Recht haben und diese Marke durchbrochen wird, dann sollte eine Wiederaufnahme des längerfristigen Abwärtstrends in Erwägung gezogen werden.
UsdChf USDCHF ist wahrscheinlich im Moment eines der Währungspaare, die am wenigsten Spannung bieten, es hängt im Wesentlichen von den gleichen Faktoren wie EURUSD ab, aber mit weniger großem Knall. Das Paar seit der vermuteten Intervention der SNB vom Freitag gedämpft. Es verharrt in einer engen Handelsspanne zwischen dem Hoch bei 1,0643 nach der Intervention und dem früheren Widerstand bei 1,0550, der inzwischen als Unterstützung fungiert. Letzterer hat heute etwas mehr an Bedeutung gewonnen, da die Marke mit dem jüngsten 1-monatigen Aufwärtstrend zusammenfällt. Wir erwarten nach wie vor weitere USD-Stärke und einen Durchbruch über 1,0643 hinaus mit dem Ziel des wichtigen Abwärtstrendwiderstands bei etwa 1,0710. Nur ein Durchbruch unter die Marke von 1,0250 würde unsere Ansicht gefährden, dass 0,9919 der Tiefpunkt dieses Abwärtstrends ist.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.4115 |
1.6110 |
93.77 |
1.0750 |
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1.4090 |
1.6080 |
92.50 |
1.0710 |
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1.4030 |
1.6020 |
91.90 |
1.0643 |
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1.3943 |
1.5913 |
90.76 |
1.0560 |
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1.3830 |
1.5875 |
89.36 |
1.0445 |
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1.3790 |
1.5845 |
88.00 |
1.0400 |
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1.3755 |
1.5770 |
87.37 |
1.0375 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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