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Aktien pausieren und USD legt zu
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Der Risikoappetit-Trend bleibt weiterhin intakt, wenngleich wir heute einen geringfügigen Rückzug sehen. Gestern konnte der S&P zum ersten Mal seit Beginn der Finanzkrise mit mehr als 1000 Zählern aus dem Handel gehen. Wie erwartet setzten die Anleger nach den BIP-Zahlen für die USA am Freitag und der Bekanntgabe von Unternehmensergebnissen (britische Banken) zu einem Ansturm auf Anlagen mit Risikokorrelation an. Der US-amerikanische ISM-Index fiel gestern überraschend positiv aus, woraufhin USD und JPY nachgaben, denn gute Nachrichten für die USA sind immer noch gleich schlechte Nachrichten für den US-Dollar. EURUSD kletterte auf neue Höchstnotierungen für 2009 und befindet sich auf dem Weg, die Spitze von Dez. 09 in der Nähe von 1,4715/20 zu testen. USDCHF strebt derzeit auf Notierungen unter 1,0590 zu, was definitiv negativ für den USD ist. Allerdings sehen wir heute, dass die europäischen Titel Richtung Süden tendieren und US-Futures sich auf einen niedrigeren Eröffnungskurs einstellen. Dementsprechend haben sich auch die Rohstoffe von ihren Tageshöchstnotierungen gelöst, weil sich die Märkte auf eine kurzfristige Korrektur einstimmen. Nach der kurzen Pausierung heute beim Erwerb von Anlagen mit Risikokorrelation, rechnen wir mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Währungen, wie der USD und JPY, die als sicherer Hafen gelten, bleiben damit weiterhin unter Druck. Die Meldungen heute aus Australien dürften sich mittelfristig unterstützend für den AUD auswirken. Zum einen hat die RBA, wie allgemein erwartet, die Zinsen bei 3,00% belassen. Allerdings hat sich der Ton der begleitenden Stellungnahme von einer Zinslockerung hin zu einer neutraleren Haltung verlagert. Bei der aktuellen Tagung hat die RBA folgende Aussage aus der Stellungnahme gestrichen: “Der Inflationsausblick lässt einen gewissen Spielraum für weitere Zinslockerungen.” Gleichzeitig wurde jedoch angedeutet, dass die Zinsen über einen längeren Zeitraum hinweg niedrig bleiben würden, mit Aussagen wie „…Zeitraum von schwachen (Wachstum)“ und „und Wachstum wird sich im Jahr 2010 vermutlich festigen“. Zwar schätzen wir die Marktprognose einer Erhöhung um 30 Basispunkte im Jahr 2009 als etwas zu optimistisch ein, aber sie dürfte nicht weit daneben liegen. Zum anderen kündigte der australische Finanzminister, Swan, an, dass die Einschränkungen für ausländische Investitionen in Australien gelockert würden. Im asiatischen Handel tendierte der AUD fester. Da allerdings der Risikoappetit immer noch der Katalysator für den Devisenhandel ist, fielen der AUD und Rohstoffwährungen im Zuge der nachlassenden Nachfrage nach riskanten Anlagen. Heute sind die wichtigen Meldungen die Privaten Einkommen und Ausgaben aus den USA. Für die Einkommen wird mit einem Rückgang von 1% (der größte seit 2005) gerechnet und für die Ausgaben mit einem Anstieg den zweiten Monat in Folge, um 0,3%. Allerdings kann ein Rückgang nicht ausgeschlossen werden, da die Verbraucher mehr sparen, was zu einer erneuten Welle der Risikoaversion führen könnte.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

07:00 NOK Einkaufsmanagerindex, Verarbeitendes Gewerbe, Juli, zuletzt 48,7
07:15 CHF Verbraucherpreisinflation, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von -0,6 (-1,1)
08:28 GBP Einkaufsmanagerindex Baugewerbe, Juli, Prognose von 45,1
08:30 GBP BoE veröffentlicht Analyse der Einlagen von und Kreditvergabe an britische(n) Gebietsansässige(n) bei/durch Banken und Bausparkassen
09:00 EUR Erzeugerpreisindex, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,1 (-6,6)
12:30 USD Private Einkommen, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von -1,0 (-0,8)
12:30 USD Privatausgaben, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,2 (-2,1)
12:30 USD PCE-Preisindex, Kerndaten, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,2 (1,7)
12:30 USD PCE-Preisindex, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von (0,2)
13:30 USD Stellungnahme von Fed-Gouverneur Tarullo vor Bankenausschuss des Senats, Anhörung zum Thema „Stärkung und Streamlining einer vernünftigen Bankenaufsicht“
14:00 USD Anstehende Eigenheimverkäufe, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich) für Juni, in %, Prognose von 0,6 (2,9)
23:01 GBP Nationwide-Verbrauchervertrauensindex, Juli, Prognose -58


Risiken heute:

EurUsd Nach dem Ausheben der Marke von 1,4338, was wir die letzte Woche diskutiert haben, hat das Paar fast ohne Widerstand zu einer Rally bis hin zu 1,4445, in der Mitte des Trendkanals, angesetzt. Auf dem 4-Stunden-Chart hat der RSI den kurzfristigen Abwärtstrend durchbrochen und gestern ein neues Hoch erreicht. Für die Bullen zeichnet sich also nach wie vor ein rosiges Bild ab. Bei 1,4338 und 1,4290 ist mit Long-Käufen zu rechnen, wobei 1,4240 bei Rückzügen einen Boden darstellen dürfte. Intraday scheint der Trend auf einen Rückgang zu zeigen. Kurzfristig und mittelfristig sind die Trends weiterhin positiv ausgerichtet.

GbpUsd Nach dem Ausheben einer der seit 2 Jahren bestehenden Abwärtskanäle bei 1,6663 haben wir für gestern Seitwärtsbewegungen vorhergesagt, gefolgt von einem Durchbruch der Marke von 1,6751 und einem direkten Ansturm auf 1,7029. Wie so oft bereits in diesem Bärenmarkt, ganz gleich ob Devisen oder Aktien, verliefen die Entwicklungen gestern viel schneller als vom Markt erwartet, mit einer kleinen Konsolidierung und einen sehr raschen Anstieg auf 1,7004. Der allerletzte Teil der Entwicklung hat im 1-Stunden-Chart eine gewisse Divergenz des RSI und der stochastischen Indikatoren signalisiert, so dass mit einem Rückzug zu rechnen ist (wie bei allen Dollar-Paaren). Jedoch ist der Aufwärtstrend noch vollständig intakt. Daher dürften 1,6751 und 1,6663 intraday einen Boden bieten, wobei bei diesen Notierung mit beträchtlichen Long-Einstiegen zu rechnen ist.

UsdJpy Nach ein paar recht ereignisreichen Tagen mit gesteigertem Risikoappetit hat die vielleicht langweiligste Kursentwicklung von USDJPY dazu geführt, dass es jetzt das Paar mit den größten Handelsmöglichkeiten ist. Mittelfristig ist der Aufwärtstrend intakt und es gibt keine Anzeichen für einen überverkauften oder überkauften Markt, so dass die aktuellen Einstiegsmarken eine gewisse Attraktivität aufweisen (95,00), wobei 94,78/90 als die Long-Einstiegsmarke im 4-Wochen-Aufwärtstrend hervorgehoben wird.

UsdChf Auf den Short-Einstieg gestern bei 1,0720/39 folgte ein ungebremster Ausverkauf von USDCHF, so dass es unter die Marke abrutschte, bei der die SNB zuvor die Stärke des CHF verteidigt hatte. Die Marke von 1,0632 wurde mit einem Schlag ausgehoben und heute Morgen bestätigt die Kursentwicklung mit einem erneuten Antesten der Marke, gefolgt von verstärktem Verkauf des Paares, diesen Durchbruch. Ein Hinweis noch: Es baut sich eine massive RSI-Divergenz auf, d. h. bei Short-Positionen sollten die Stops eng um die Rückkehr in die alte Handelsspanne bei 1,0632+ liegen.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.4430 1.7090 96.25 1.0860
1.4360 1.7070 95.84 1.0764
1.4339 1.7040 95.29 1.0739
1.4389 1.6926 94.95 1.0622
1.4338 1.6741 94.78 1.0545
1.4290 1.6663 93.40 1.0480
1.4240 1.6545 93.15 1.0410
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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