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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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Schwache japanische Wirtschaftsdaten sprechen für Wahlsieg der DPJ dieses Wochenende
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Es tut sich samt und sonders gar nichts. Der gestrige USD-Ausverkauf ist angeblich auf die Auslösung von Stops zurückzuführen. In diesen dünnen Märkten erscheint diese Theorie am sinnvollsten. Der S&P500 schloss, gefangen in der Wochenspanne, fast unverändert. Und da die Aktien den Märkten keine Richtung vorgeben, bleiben die Devisen zwangsläufig spannengebunden. Trotz des Rückgangs des Shanghai-Index (um -2,8%) konnten riskante Anlagen leicht zulegen. Derzeit tendieren die europäischen Aktienmärkte fester und die US-Indexfutures deuten auf einen etwas höheren Eröffnungskurs hin. Insgesamt dürften Anlagen mit Risikokorrelation gegenüber USD und JPY zulegen, denn der jüngste Trend geht hin zur abebbenden Risikoaversion, da keine negativen Meldungen eingegangen sind. Diese Woche hat der JPY auf breiter Front fester tendiert, weil die Sorgen über die US-Steuer- und Geldpolitik wieder ins Blickfeld rückten und die Marktteilnehmer zum Risikoaversionshandel zurückkehrten. Allerdings führten die Wirtschaftsdaten letzte Nacht zu einer geringen JPY-Schwäche und hoben die echten potenziellen Probleme dieser Wirtschaft hervor. Japan wartet gespannt auf die Wahlen für das Unterhaus dieses Wochenende (und einen möglichen Erdrutschsieg der Oppositionspartei der Demokraten). Die Konjunkturdaten jedoch fielen nicht ermutigend aus. Die Kerndaten für die nationale Verbraucherpreisinflation schnellten (von -1,7% im Juni) auf -2,2% im Vorjahresvergleich im Juli. Die große Story waren jedoch die Daten zum Konsum und dem Arbeitsmarkt. Die realen Ausgaben verzeichneten im Juli einen Rückgang um -2,0% im Vorjahresvergleich, deutlich unter der Marktprognose von -0,3%, und die Arbeitslosigkeit schnellte auf ein Allzeithoch von 5,7%, über dem Konsens für Juli von 5,5%. Die tödliche Kombination von schwachen Arbeitsmärkten, flauem Konsum und Deflation ist ein Rätsel, das die japanischen Regierungsvertreter noch niemals lösen konnten. Die beiden entscheidenden Faktoren für die JPY-Kursentwicklung sind die Wahlen dieses Wochenende und die bevorstehenden erwarteten Kapitalrückflüsse der Unternehmen. Zwar ist die Niederlage der LDP (Wahlsieg der DPJ, dem durch die heutigen Zahlen geholfen wurde) größtenteils eingepreist, aber kann man niemals vollends für einen Regierungswechsel dieser Größenordnung und die mögliche Auswirkung auf das massive Schuldenquote Japans vorbereitet sein. Die jüngsten Änderungen zur Steuerbefreiung von Dividenden könnten Unternehmen im Hinblick auf die Kapitalrückführung dazu veranlassen, die geänderte Gesetzeslage zu nutzen. Außerhalb des Risikoaversionshandels könnten beide Faktoren den JPY in beide Richtungen forcieren. Insgesamt schätzen wir JPY als überteuert ein und rechnen in den nächsten 3 Monaten mit einer andauernden Wertsteigerung von USDJPY auf 95. Das heute in Großbritannien veröffentlichte BIP für das 2. Quartal fiel mit -0,7% im Vorquartalsvergleich vs. -0,8% etwas besser als erwartet aus (-5,5% vs. 5,6% im Vorjahresvergleich). Dieses Ergebnis und Hinweise auf eine Stabilisierung der Produktion hat risikobereite Anleger ermutigt, Devisen mit Risikokorrelation Auftrieb zu verleihen. Im US-Handel dürften die Zahlen positiv ausfallen, so dass die Risikostimmung zu Ende der Woche positiv bleiben wird.
Hinweis zu technischen Mustern: Die Konsolidierungsphasen bei allen Devisenpaaren nähern sich ihrem Ende. Daher rechnen wir mit Ausbrüchen, gefolgt von einer Trendrückkehr, falschen Zusammenbrüchen und alle möglichen anderen Ereignissen, die Händler in Fallen locken können. Diese Bewegungen entstehen, weil der Kampf zwischen kurz- und langfristigen Bären bei den vier beliebtesten Währungspaaren auf die mittelfristigen Bullen trifft. In solch einem Umfeld ist die Tagesentwicklung am sichersten, weil der Markt von zwei Seiten angreift, woraus sich für geschickte Intraday-Akteure leicht Gewinne erzielen lassen.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

07:30 SEK Erzeugerpreisindex, Juli, Vormonatsvergleich, in %, zuletzt -0,8 (1,1) 07:30 SEK Einzelhandelsumsätze, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, zuletzt -0,4 (2,2) 08:30 GBP BIP, 2. Quartal – zweite Schätzung, in %, Vorquartalsvergleich (Vorjahresvergleich), Prognose von -0,8 (-5,6) 09:00 EUR Verbrauchervertrauensindex, Aug., Prognose von -22 nach -23 09:00 EUR Industrievertrauen, Aug., Prognose von -28 nach -30 09:30 CHF KoF-Frühindikator, Aug., Prognose von -0,6 nach -0,99 12:30 USD Private Einkommen, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,1 (-2,5) nach -1,3 (-3,4) 12:30 USD Privatausgaben, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,2 (-1,9) nach 0,4 (-2,2) 12:30 USD PCE-Preisindex, Kerndaten, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,1 (1,3) nach 0,2 (1,5) 12:30 USD PCE-Preisindex, Juli, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,0 (-0,8) nach 0,5 (-0,4) 13:55 USD Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan, Aug., endgültige Angaben, Prognose von 64,8 nach 63,2
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Risiken heute:

EurUsd Einem kurzen Vorstoß in den Bereich 1,4210/40 direkt vor Börseneröffnung in den USA gestern wurde mit starker Nachfrage begegnet, die das Paar erneut ans obere Ende der Spanne bei 1,4360 klettern ließ und in diesem Fall sogar ein bisschen höher auf 1,4380. Auf kurze Sicht gestaltet sich die Perspektive etwas positiver, aber ein Antesten der Marke von 1,4445 scheint zunehmend wahrscheinlich, weil das Paar in den letzten Tagen etwas niedrigere Hochs und etwas höhere Tiefs erreichte. Kann das nächste Tief bei der Unterstützung von 1,4277 gehalten werden, würde dieser Trend bestätigt. In diesem Fall werden die Spannenhändler bis zur Marke von 1,4445 vermutlich davon absehen, Short-Positionen einzurichten.
GbpUsd Die ehemalige Unterstützung von 1,6272 dient jetzt im Bereich 1,6272/90 als Widerstand und das Paar tendiert im Umfeld dieser Marke seitwärts. Gestern wurde die kleine Unterstützung bei 1,6190 bestätigt, d. h. diese Marke dürfte als erstes nachgeben, gefolgt von 1,6078. Nach oben liegt der Widerstand bei 1,6381 und der optimale Short-Einstiegspunkt ist 1,6435.
UsdJpy Endlich wurde der 9-monatige Aufwärtstrendkanal getestet, wobei das Paar bei 93,22 stark gefragt war und direkt zu einer Rally hin zum Widerstand von 93,86/94,00 ansetzte. Dabei ist USDJPY aus seinem zweiwöchigen Abwärtstrend hinein- und hinausgeschlüpft, so dass die Kursentwicklung gelinde gesagt etwas chaotisch verläuft. Auf kurze Sicht zeigt der Trend weiterhin nach unten, mittelfristig nach oben und langfristig nach unten.
UsdChf Einem zweiten Besuch bei 1,0707 kurz nach Handelsbeginn in den USA wurde mit soliden Verkäufen begegnet, womit ein ernst zunehmender Widerstand eingerichtet wurde, wie dies bereits vor vielen Wochen der Fall war. Das Paar ist wieder in seinen zweiwöchigen Abwärtstrend zurückgekehrt, löste bei 1,5556 eine Reihe von Stops aus, erfuhr danach Unterstützung von höheren Mächten und kehrte wieder zu 1,0618 zurück. Damit ist es jetzt bis auf weiteres in spannengebundenen Handel zwischen der wichtigen Unterstützung von 1,5556 und 1,0632 zurückgekehrt.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.4445 |
1.6620 |
95.85 |
1.0797 |
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1.4380 |
1.6546 |
95.45 |
1.0740 |
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1.4360 |
1.6460 |
94.78 |
1.0692 |
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1.4349 |
1.6309 |
93.90 |
1.0578 |
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1.4280 |
1.6272 |
93.85 |
1.0556 |
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1.4210 |
1.6220 |
93.00 |
1.0452 |
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1.4180 |
1.6078 |
92.15 |
1.0340 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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