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Äußerungen aus China sichern vorübergehend den Risikoappetit
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Riskante Anlagen konnten sich dank der ermutigenden chinesischen Äußerungen stabilisieren. Allerdings ist die Stimmung am Markt weiterhin fragil und könnte jederzeit in eine beliebige Richtung kippen. Sommermärkte vom Feinsten. Der zunehmende und abfallende Risikoappetit stimmt mit unserer Einschätzung überein, dass die Stimmung am Markt zögerlich ist, so dass jegliche Veränderung der Erholungsprognosen die Händler dazu veranlassen würde, sich angesichts negativer Entwicklungen dem Dollar zuzuwenden. Der gestrige Datenkalender war leicht bestückt, zeichnete jedoch ein düsteres Bild. Die deutsche Verbraucherpreisinflation ging um 0,1% zurück und die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA fielen um 2,5% anstatt der prognostizierten -0,6%. Trades mit Risikokorrelation ließen deutlich nach; der Ölpreis ging bedingt durch einen unerwarteten Angebotsumfang um $ 3 auf $ 63 pro Barrel zurück. Aber zuvor, im frühen asiatischen Handel, gab es auch Positives zu vermelden. Die japanische Industrieproduktion fiel mit 2,4% im Vormonatsvergleich erwartungsgemäß aus; die Baugenehmigungen in Australien schnitten mit 9,3% zum Vormonat besser als prognostiziert ab. Am Devisenmarkt zeigte der NZD die größte Kursveränderung auf. Zwar ließ die RBNZ die Zinsen wie allgemein erwartet bei 2,50%, aber die begleitende Stellungnahme war überraschenderweise bärisch geprägt (was die Besorgnis der Zentralbanken hervorhebt, eine einsetzende konjunkturelle Belebung anzudeuten). Zudem verstärkte die RBNZ ihre NZD-Rhethorik: „Insbesondere das Kursniveau des Dollars trägt nicht zur Nachhaltigkeit des künftigen Wachstums bei und bringt zusätzliche Wirtschaftsrisiken mit sich.“ NZDUSD reagierte auf die Äußerungen mit einem deutlichen Rückgang von 0,6580 auf 0,6480. Jedoch konnte das Paar seither zu einer Rally ansetzen, weil die Märkte zum Leidwesen der RBNZ nach wie vor die Rohstoffwährungen bevorzugen. Erneut retteten Äußerungen aus China den Tag für die Bullen. Sie sorgten noch einmal für eine Stärkung des Risikoappetits. Der chinesische stellvertretende PBoC-Gouverneur sagte: „China wird unbeirrt an der angemessenen lockeren Währungspolitik festhalten“, und ließ damit die sich rapide verschlechternde Stimmung umschlagen (die regionalen asiatischen Aktienmärkte setzten nach diesen Worten zu einer Rally an). Die globalen Märkte rechnen ganz eindeutig damit, dass China den Weg zum Wachstum und zur Wertsteigerung der Anlagen anführen wird. In Europa werden heute die Vertrauensindizes für die Eurozone veröffentlicht. Die Händler rechnen für Juli mit einem Rekordzuwachs des Verbraucher- und Wirtschaftsvertrauens. Die Entwicklungen an den Aktienmärkten werden für die Devisenhändler die Richtung vorgeben.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

07:55 EUR Veränderung der Zahl der Arbeitslosen, Juli, saisonbereinigt, in Tausend, 50
07:55 EUR Arbeitslosenquote, Juli, saisonbereinigt, in %, 8,4
07:55 EUR Zahl der Arbeitslosen, Juli, nicht saisonbereinigt, in Mio., Prognose von 3,410 (-48.000)
08:00 EUR Einkaufsmanagerindex Einzelhandel, Juli, Prognose von 46,0
08:00 EUR Einkaufsmanagerindex Einzelhandel, Juli, Prognose von 47,5
08:00 NOK Arbeitslosenquote, Juli, in %, Prognose von 3,0 nach 2,7
09:00 EUR Verbrauchervertrauensindex, Juli, Prognose von -24 nach -25
09:00 EUR Industrievertrauen, Juli, Prognose von -30 nach -32
12:30 USD Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, 25. Juli, in Tausend (4-Wochen-Durchschnitt), Prognose von 585 (558), 627 (617)
12:30 CAD Industrieproduktion, Prognose von 0,1% nach -1,1%
12:30 CAD Rohstoffpreisindex, Prognose von 3,0% nach 2,2%
23:01 GBP GfK-Verbrauchervertrauen, Bilanz für Juli, -27, -27, -25, -22, -23
23:30 JPY Stellen-Bewerber-Relation (x), Juni, Prognose von 0,43
23:30 JPY Arbeitslosenquote, Juni, in% Prognose von 5,3 nach 5,2
23:30 JPY Tatsächlicher Haushaltskonsum, Juni, Vorjahresvergleich, in %, Prognose von 0,1
23:30 JPY Verbraucherpreisinflation in Tokio, Juli, Vorjahresvergleich, in %, Prognose von -1,7
23:30 JPY Verbraucherpreisinflation in Tokio ausgenommen kurzlebige Verbrauchsgüter, Juli, Vorjahresvergleich, in %, Prognose von -1,7
23:30 JPY Landesweite Verbraucherpreisinflation, Juni, Vorjahresvergleich, in %, Prognose von 30
23:30 JPY Landesweite Verbraucherpreisinflation ausgenommen kurzlebige Verbrauchsgüter, Juni, Vorjahresvergleich, in %, Prognose von -1,7


Risiken heute:

EurUsd Auf den wichtigen Long-Einstieg bei 1,4051 folgten einige beträchtliche große Stops, woraufhin das Paar bis auf 1,4010/29 absackte und diejenigen ausgebremst wurden, die heute Morgen den Kurs nach oben trieben, da Händler eilig umschichteten. 1,3997 ist jetzt die wichtige Unterstützungsmarke. Über 1,4118 dürften Tageshändler und kurzfristig ausgerichtete Akteure zum Einsatz kommen und schnell 50 bis 80 Pips in die Tasche stecken. Für eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends muss 1,4161 ausgehoben werden. Auf kurze Sicht ist der Trend ganz offensichtlich nach wie vor negativ.

GbpUsd Der mittelfristige Aufwärtstrend konnte sich (ganz knapp) bei 1,6355/81 aufrecht halten. Das Paar hat das in jüngster Zeit übliche Muster vollzogen und sich wieder in Richtung des Widerstands von 1,6546/55 bewegt. Im Tageshandel betrachten wir auf dem 60-Minuten-Chart zwei aufeinanderfolgende Shooting Stars (Topping-Candles) gepaart mit bärischen stochastischen Indikatoren, d. h. es ist mit einem Rückzug zu rechnen und das Paar dürfte erneut seitwärts tendieren.

UsdJpy Die geradlinige Entwicklung ausgehend vom 3-wöchigen Aufwärtstrend stieß bei 95,29 auf denselben Widerstand, der das Paar ursprünglich dorthin geschickt hatte. Es folgten zwei Angriffe auf diese Marke im Laufe des gestrigen Nachmittags und zweimaliges Scheitern. Die gute Konsolidierung im Umfeld der Marke von 95,00 signalisiert jedoch, dass ein weiterer Ansturm auf 95,29 dieses Mal durchaus erfolgreich sein könnte. Gute Unterstützung bei 94,78 und 94,45 bildet ein sehr attraktives Einstiegsniveau für Long-Positionen. 95,29 ist die Schlüsselmarke, um die sich der Handel drehen wird.

UsdChf Das Direktoriumsmitglied der SNB, Jordan, hat gestern in den Medien seine Bereitschaft geäußert, sofern nötig, gegen die Wertsteigerung des CHF vorzugehen. Daraufhin sprengte das Paar direkt durch die Störungen zwischen 1,0817 und 1,0891 und brach im Zuge dessen aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend aus. Heute Morgen wurde dieser Ausbruch erneut getestet und es folgten weitere Angriffe auf 1,0891. Wird diese Marke überwunden, ist auf 1,0927, gefolgt von 1,0953 zu achten. Jedoch sollten die bärischen stochastischen Indikatoren auf dem 4-Stunden-Chart und die RSI-Divergenz, die sich im selben Zeitrahmen entwickelt, nicht vergessen werden.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.4295 1.6615 96.75 1.1020
1.4205 1.6590 96.25 1.0990
1.4160 1.6570 95.29 1.0940
1.4080 1.6488 95.11 1.0850
1.3997 1.6335 94.78 1.0750
1.3965 1.6310 94.45 1.0730
1.3920 1.6265 91.80 1.0650
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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