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Kein Ende der Risikorallye in Sicht
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Asiatische und europäische Aktienmärkte tendieren höher, daher scheint es, als ob Prophezeiungen bezüglich einer Risikokorrektur noch eine Woche warten müssen. Insgesamt dürften die Ereignisse dieser Woche die Trades mit Risikokorrelation nicht ins Wanken bringen, auch wenn Anzeichen einer möglichen Umkehr immer deutlicher zutage treten. AUD ist weiterhin beim 2-wöchigen Aufwärtstrend gut nachgefragt und nähert sich jetzt dem Ausbruch aus der langfristigen Untertassen-Henkel-Formation bei 0,8237 – 0,8250. Es ist wieder mit Long-Einstiegen beim Aufwärtstrend und einer Welle von Short-Stops im Bereich von 0,8250 zu rechnen. Die Goldpreise verharren in ihren Spannen, nachdem sie vergangene Woche von $937 je Unze auf $955 je Unze zugelegt haben. Die Veröffentlichung der Unternehmenszahlen verlagert sich diese Woche zu Industrieunternehmen, und nach den letzten zwei Wochen mit unerwartet guten Ergebnissen werden die Teilnehmer verfehlte Gewinnzahlen wahrscheinlich ignorieren. Die in dieser Woche anstehenden US-Konjunkturdaten zu den Verkaufszahlen neuer Eigenheime in den USA, zu den Aufträgen für langlebige Konsumgüter und zur Vorabschätzung des US-BIP dürften der Konsensprognose entsprechen oder diese übertreffen, und dies wird riskante Vermögenswerte unterstützen. Die Aufmerksamkeit des Marktes wird sich größtenteils auf Gewinn- und Konjunkturdaten richten, aber der US-China Strategic Economic Dialogue, US-Notenbankchef Bernankes PBS Town Hall-Rede und die Auktion US-amerikanischer Staatsanleihen werden ebenfalls von Interesse für die Devisenmärkte sein. Hinsichtlich des US-China Strategic Economic Dialogue werden die Märkte auf Äußerungen zum USD und zu Chinas Sicht möglicher alternativer globaler Reservewährungen achten. Aber da dies das erste Treffen ist, gehen wir davon aus, dass sich beide Seiten sehr höflich und artig verhalten. Insgesamt werden die Marktteilnehmer diese Woche genau auf Risse in der jüngsten Rallye der Risikobereitschaft achten und sich darauf vorbereiten. Momentan nennen nur diejenigen die Rallye nicht „irrational“, die sich entsprechend positioniert haben. Und zwar erkennen wir kein individuelles Ereignis, das den jüngsten Trend stören könnte, aber es gibt Signale, die Anlass zur Sorge geben. Erstens ist die Unfähigkeit von EURUSD zu nennen, die Barriere bei 1,4300 zu überwinden, trotz des massiven Anstiegs der Aktien- und Ölpreise in der vergangenen Woche. Zweitens sind es die CFTC-Statistiken, dass sich EUR-Positionen in der vergangenen Woche fast verdoppelt und den höchsten Stand seit März 2008 erreicht haben, dieser entspricht auch dem EURUSD-Höchststand. Und drittens wäre da unsere Überzeugung, dass die Konjunktur- und Unternehmensdaten durch monetäre und fiskalische Hilfestellungen künstlich aufgebläht wurden und sich gleichzeitig von extrem schlechten Prognosen positiv abhoben. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Risikobereitschaft lebhaft bleibt und die USD- und JPY-Verkäufe (man achte auf enttäuschende Daten zur Industrieproduktion aus Japan) diese Woche weiter anhalten.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

06:00 EUR Deutsche Importpreise in %, Vormonatsvergleich, Juni, Prognose von 0,5 (-11,2)
06:00 EUR Deutscher GfK-Verbrauchervertrauensindex, August, Prognose von 3,0
07:30 SEK Handelsbilanz, in Mrd. SEK, Juni, zuletzt 9,5
08:00 EUR Geldmenge M3 in %, Vorjahresvergleich (gleitender 3-Monatsdurchschnitt), Juni, (4,0) zuletzt 3,5
08:00 EUR Privatkredite in %, Vorjahresvergleich, Juni, zuletzt 1,8
08:30 GBP BoE veröffentlicht vierteljährlichen Bericht zum Aufkaufprogramm für Wertpapiere (Asset Purchase Facility) für 2. Quartal
12:00 Bekanntgabe der Zinsentscheidung der NBH in %, 28. Juli, zuletzt 9,50
14:00 USD Saisonbereinigte Daten zu den Verkäufen neuer Eigenheime in Tausend für Juni, 354 erwartet, vorher 342
14:30 Bekanntgabe der Zinsentscheidung der BoI in %, 30. Juli, zuletzt 0,50
22:00 USD Übertragung von Teil 1 des Town Hall-Meetings mit US-Notenbankchef Bernanke in PBSs The News Hour mit Jim Leher
22:45 NZD Handelsbilanz für Juni, in Mrd. NZD, Prognose von 0,215 nach 0,858


Risiken heute:

EurUsd Heute Morgen startete der Euro erneut einen Ausbruchsversuch gegenüber dem USD, und da in den jüngsten Tagen häufiger ein Antesten nach oben als nach unten erfolgte, scheint die Risikobereitschaft intakt. Bei einem klaren Kursschritt über das Hoch der Vorwoche von 1,4291 erhalten die Bullen Auftrieb, und wie bereits mehrfach in letzter Zeit erwähnt bleibt 1,4338 das Schlüsselniveau für eine ausgedehnte Rallye. Die RSI-Divergenz findet nach wie vor intraday statt, und im Tageschart wäre eine Überwindung von RSI 65 eine gute Bestätigung für die Bullen.

GbpUsd Diejenigen, die auf einen Ausbruch von GBPUSD warten, müssen langsam die Geduld verlieren. 1,6550 wurde viermal in vier Tagen angetestet, daher setzt sich der Spannenhandel mit einer deutlichen Obergrenze bei 1,6663 danach fort. Kann das Paar diese Marken überwinden und darüber schließen, dürfte es zu beträchtlicher Aufwärtsdynamik kommen, aber vorerst kommt es nur intraday zu wirklicher Aktion. Die täglichen stochastischen Indikatoren haben sich kurzfristig bearish für das Pfund Sterling entwickelt, aber 1,6381 und 1,6272 dürften als Untergrenze fungieren.

UsdJpy Mit der Konsolidierung der Vorwoche konnte das Paar durch das Niveau von 94,60-800 nach oben ausbrechen, starke Überzeugung und Stopps ließen es schnell auf 95,291 hinaufschnellen, wo die Angebotsseite potenziell viel größer ist. Mittelfristig zeigt der Trend weiter nach oben, der Höhepunkt des 2-wöchigen Aufwärtskanals nähert sich jetzt 95,80, wo das Paar auf verstärkten Widerstand stoßen dürfte. Es herrscht ein klares Gefühl, dass Momentum-Player ihr Glück versuchen und ausprobieren, wie weit sie kommen, mit zum Schutz aktivierten Trailing Stops, aber sie sollten sich bewusst sein, das bei 96,75 ein fast 3-jähriger Abwärtstrend ansteht.

UsdChf Am Freitag sahen wir den Ausbruch durch 1,0707 hindurch und bis hin zu 1,0765, auf den wir gewartet hatten. Die Obergrenze des Momentum kommt weiterhin von Range Tradern, die sich entlang des erwarteten SNB-Standorts bei 1,0633 (wichtige Unterstützung) positionieren und leichte 70 Pips Gewinn bei 1,0707 sicherstellen. Spannengebundener Handel dauert an, 1,0633 ist die WICHTIGE Unterstützung, aber es ist mit weiteren Angriffen auf 1,0707 und darüber zu rechnen. Wird 1,0633 durchbrochen, so würden massive Stops ausgelöst und es dürfte zu hektischen Maßnahmen der SNB kommen.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.4450 1.6690 96.75 1.0890
1.4338 1.6663 96.25 1.0785
1.4295 1.6550 95.80 1.0707
1.4249 1.6472 95.05 1.0698
1.4150 1.6381 93.30 1.0633
1.4115 1.6272 92.90 1.0590
1.4090 1.6145 91.80 1.0550
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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