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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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Starke Unternehmensgewinne verleihen riskanten Vermögenswerten Auftrieb
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Die Devisenmärkte reagieren nach wie vor gut auf die wieder erwachte Risikobereitschaft, Währungspaare mit Risikokorrelation bewegen sich im Gleichschritt. Der jüngste Impulsgeber waren die unerwartet guten Zahlen von Goldman Sachs für das 2. Quartal. Dies trieb US-Aktien nach oben (auch wenn sie im Monatsvergleich nach wie vor noch hinterherhinken) und zeigt weiterhin positive Auswirkungen über die Anlageklassen hinweg. Die Preise für Rohöl der Sorge West Texas Intermediate haben um 1,50% auf 60,44 US-Dollar je Barrel angezogen, Gold notierte kurzzeitig über 936,00 US-Dollar je Unze, bevor es wieder leicht nachgab. EURUSD verzeichnet nach wie vor eine starke Nachfrage beim mittelfristigen Aufwärtstrend, hat aber unverändert mit den unmittelbaren Störungen beim Niveau 1,4050/80 zu kämpfen. Wir sind zwar hinsichtlich des plötzlichen optimistischen Umschwungs vorsichtig, insbesondere in dieser Sommerflaute, aber wir denken, dass der jüngste Rückzug der riskanten Vermögenswerte den Händlern eine starke Kulisse verliehen hat, sollte die Risikobereitschaft Wurzeln schlagen. Entlang der Rallyelinien bei Vermögenswerten mit Risikokorrelation folgt AUDUSD den Rohstoffen höher und testet die psychologische Widerstandsmarke bei 0,8000 an. Ein weiterer Faktor, der die jüngste Rallye unterstützt hat, waren die positiven Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA sowie zum Einkaufsmanagerindex (diese halfen, ein vorangegangenes negatives deutsches ZEW-Stimmungsbarometer von 39,5 gegenüber den erwarteten 47,8 zu kompensieren). Zwar verweisen viele Wirtschaftswissenschaftler auf den massiven Beitrag der Benzinpreise, aber insgesamt stuften die Teilnehmer die Zahlen positiv ein. In einem leichten Rückzieher von der jüngsten BoE-Sitzung, bei der die Mitglieder des währungspolitischen Ausschusses beschlossen hatten, das Programm der quantitativen Lockerung nicht fortzuführen, versuchte sich Notenbankvize Charles Bean an der Klärung folgender Aussage: „Wir sagen den Kauf von Vermögenswerten in Höhe von 125 Mrd. Pfund zu, und das wird bis in den August reichen. Wir haben letzte Woche beschlossen, dass keine definitive Entscheidung getroffen werden muss. Im August werden wir Artikel zur Wirtschaftslage veröffentlichen, und dieser Zeitpunkt bietet sich an, um eine Bestandsaufnahme zu machen.“ Dies klingt stark danach, dass eine Ausweitung vor dem Hintergrund des prognostizierten Konjunkturklimas durchaus möglich ist. Die erste Reaktion des Marktes war GBP-positiv, denn damit bestätigte sich das Engagement der politisch Verantwortlichen für quantitative Lockerung. Allerdings werden zwar globale Devisentrends auch weiterhin der Hauptmotor für die Entwicklung des Pfund Sterling sein, aber unserer Ansicht nach könnte eine Expansion das Vertrauen der Märkte in Großbritannien untergraben. In Japan beendete die BoJ ihre zweitägige Sitzung mit dem Beschluss, die Zinsen wie allgemein erwartet bei 0,10% beizubehalten. Allerdings war eine Änderung der Politik die Verlängerung der temporären Käufe von Vermögenswerten und von Finanzierungsmaßnahmen. Darüber hinaus korrigierte die BoJ ihre Wachstumsprognosen auf -3,4% für 2009 und 1,0% für 2010 nach unten. So wie beim Pfund Sterling definiert der allgemeine Trend die Kurse. Aber da die Risikobereitschaft wieder ins Spiel kommt und die Binnenwirtschaft nach wie vor fragil ist, erwarten wir, dass der JPY unter erheblichen Verkaufsdruck kommen wird. Wir bezweifeln jetzt das Engagement der Märkte, bei USDJPY die Marke von 90 anzutesten. Da eine ganze Reihe von Daten zur Veröffentlichung anstehen, darunter auch das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (es werden keine großen Überraschungen erwartet), und weitere Unternehmenszahlen vorgelegt werden, werden unsere Pro-Risiko-Trades schnell verlaufen, aber insgesamt USD- und JPY-Verkäufe favorisieren.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

07:15 CHF Bereinigte reale Einzelhandelsumsätze (Vorjahresvergleich) für Mai in %, 1,2 erwartet 08:00 NOK Handelsbilanz für Juni in Mrd. NOK, 22,2 erwartet 08:30 GBP Veränderung der Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenunterstützung für Juni in Tsd., 43,0 erwartet, vorher 39,3 08:30 GBP ILO-Arbeitslosenquote für Mai in %, 7,4 erwartet, vorher 7,2 08:30 GBP Durchschnittseinkommen, 3m-Vorjahresvergleich Mai in %, 2,1 erwartet, vorher 0,8 08:30 GBP Durchschnittseinkommen, Kernzahlen, 3m-Vorjahresvergleich Mai in %, 2,6 erwartet, vorher 2,7 09:00 EUR HVPI, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, Prognose von 0,2 (-0,1) nach erster Schätzung von -0,1 09:00 EUR HVPI ohne Tabak, Index (2005 = 100) (Vorjahresvergleich), Juni, vorher 108,10 (-0,04) 09:00 EUR „Eurostat-Kerninflationsrate“ (HVPI x Lebensmittel, Alkohol, Tabak, Energie), Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, vorher 0,0 (1,5) 09:00 EUR „EZB-Kerninflationsrate“ (HVPI x unverarbeitete Lebensmittel, Energie), Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,0 (1,5) erwartet 12:30 CAD Transporte im Verarbeitenden Gewerbe, Mai, Vormonatsvergleich, in %, -0,8 erwartet, vorher -0,1 12:30 USD VPI, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), Juni, in %, 0,6 (-1,6) erwartet, vorher 0,1 (-1,3) 12:30 USD VPI, Kerndaten, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), Juni, in %, 0,1 (1,7) erwartet, vorher 0,1 (1,8) 12:30 USD Nicht saisonbereinigter VPI, Index Juni, vorher 213,856 12:30 USD Empire-State-Index für den Fertigungssektor, Juli, -5,00 erwartet, vorher -9,41 13:15 USD Industrieproduktion, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, -0,6 (-13,7) erwartet, vorher -1,1 (-13,5) 13:15 USD Industrieproduktion verarbeitendes Gewerbe, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, vorher -1,0 (-15,3) 13:15 USD Kapazitätsauslastung, Juni, in %, 67,9 erwartet, vorher 68,3 18:00 USD Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des Offenmarktausschusses 22:45 NZD VPI, Vorquartalsvergleich, 1. Quartal, in %, 0,5 erwartet, vorher 0,3 23:50 JPY Index für die Tertiärindustrie, Vormonatsvergleich, für Mai, in %, 0,3 erwartet, vorher 2,2
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Risiken heute:

EurUsd Allmählich zeichnet sich eine gewisse Richtung ab. Die einheitliche Währung ist schließlich aus der Spanne von 1,3825 bis 1,4050 ausgebrochen und testet den Widerstand bei 1,4140 an (breitere Handelsspanne von 1,3835 bis 1,4140). Angesichts des bisher lethargischen Monats haben wir wenig Vertrauen in einen vollständigen Ausbruch. Die Tagesunterstützung liegt bei 1,3970.
GbpUsd Der gleitende Durchschnitt und die Dynamiksignale lassen eine leicht pessimistische Stimmung für GBPUSD erkennen, aber das Paar legt weiterhin langsam zu. Mit der heutigen Kursbewegung hat sich das Paar klar über den gleitenden 5- und 21-Tagesdurchschnitt bewegt (allerdings noch kein Tagesschlusskurs), und der Weg zum Antesten von 1,6380 ist frei (wäre der Auslöser für eine Entwicklung hin zu 1,6580).
UsdJpy USDJPY brach heute aus seinem vorherigen 5-tägigen Handelsbereich aus und signalisierte damit weiteres Aufwärtspotenzial. Wir erwarten nicht länger starke JPY-Käufe und sehen die jüngste Bewegung als mehr als nur eine Korrektur an. 94,10 ist unsere Ausbruchszone, dann gehen wir davon aus, dass die Weekly Cloud bei 95,50 ins Spiel kommt.
UsdChf Ein sich seitwärts bewegendes, spannengebundenes Währungspaar USDCHF verharrt seit zwei Monaten in der Spanne 1,1020 bis 1,0630. Wir sehen wenig aufregende Kursbewegungen und vermeiden dieses Paar, bis eine konzertierte Bewegung in irgendeine Richtung zu erkennen ist. Es gibt eine kleine Trendlinie bei 1,0770/80, die sich als Tagesunterstützung erweisen könnte.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.4250 |
1.6580 |
95.50 |
1.1060 |
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1.4200 |
1.6490 |
94.60 |
1.1020 |
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1.4135 |
1.6380 |
94.10 |
1.0930 |
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1.4075 |
1.6308 |
93.45 |
1.0783 |
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1.3970 |
1.6270 |
92.15 |
1.0800 |
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1.3910 |
1.6225 |
91.00 |
1.0705 |
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1.3870 |
1.6145 |
89.80 |
1.0630 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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