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Warten auf Unternehmenserträge und US-Einzelhandelsumsätze
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Risikoorientierte Devisen konnten sich erholen und gleichauf mit den riskanten Anlagen abschneiden. Die positive Risikoeinschätzung geriet an der Wall Street in volle Fahrt (dem Bericht eines Wall-Street-Analysten wurde die Auslösung der Rally zugeschrieben), wobei Finanzwerte führend waren und der S&P-Index mit 2,49% im Plus schloss. Die regionalen Indizes in Asien folgten auf dem Fuß – der Hang Seng-Index konnte sich um 3,65% verbessern – und derzeit sind in ganz Europa grüne Zahlen zu sehen. Rohöl (WTI) ging auf ein Tief von $ 58,30 pro Barrel zurück, bevor es zu einer Rally auf $ 60 pro Barrel ansetzte während Gold auf über $ 921 pro Unze steigen konnte. (Die Korrelation von Öl und Gold mit dem USD hat in den letzten Monaten zugenommen.) Am Devisenmarkt waren die Handelsmuster insgesamt uneinheitlich und es mangelte an einer breit angelegten Bestätigung unter den Währungspaaren. Zudem scheinen die relativ geringen Volumina und engen Spannen der meisten wichtigen Währungspaare auf das Sommerloch am Markt hinzudeuten. Pfund Sterling hat von der Verlagerung der Risikobereitschaft und etwas besseren konjunkturellen Daten profitieren können und kletterte gegenüber USD auf 1,6318. Der britische RICS-Hauspreisindex fiel mit einer Verbesserung von -44,1% auf -18,1% (bestes Ergebnis seit Sept. 2007) überraschend gut aus. Kritik an den Maßnahmen zur quantitativen Lockerung der BoE ist zwar weit verbreitet, aber BoE-Vertreter Charlie Bean stürzte sich mit der Aussage ins Kampfgetümmel, dass es bis zu neun Monaten dauern würde, bis sich die Auswirkungen im vollen Umfang bemerkbar machen, Großbritannien sich jedoch bereits in die richtige Richtung bewegt. In Neuseeland äußerte RBNZ-Präsident Bollard heute Morgen, dass die Landeswirtschaft einen schwächeren Wechselkurs benötige. „Für die kommenden Jahre muss der neuseeländische Dollar kontinuierlich schwach sein, um die nötigen Geschäftsinvestitionen und deren Exportorientierung zu fördern und die Verbesserung der externen Verpflichtungen Neuseelands zu unterstützen.“ Die ersten Wirtschaftsdaten des Tages waren für den Risikoappetit gleich einem Schwall kalter Wasser. Der deutsche ZEW-Index blieb sowohl im Hinblick auf das Konjunktur-Stimmungsbarometer als auch die aktuelle Lage deutlich hinter den Marktprognosen zurück. EURUSD sackte nach der Bekanntgabe um 50 Pips ab, von 1,4015 auf 1,3965. Die Aktienmärkte jedoch konnten an ihren Gewinnen festhalten. Nachdem der augenöffnende ZEW-Index die Händler bereits gewarnt hat, werden heute Nachmittag (neben den Aktienindizes und Unternehmenserträgen von GS, Intel und J&J) die US-Einzelhandelsumsätze und Lagerbestände aufmerksam beobachtet werden.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

08:30 GBP Verbraucherpreisinflation, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,3 (1,8)
08:30 GBP Einzelhandelspreisindex, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,3 (-1,6)
08:30 GBP Verbraucherpreisindex ohne Hypotheken, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von (1,0 im Vorjahresvergleich)
09:00 EUR Deutscher ZEW-Konjunkturerwartungsindex, Juli, Prognose von 47,8 nach 44,8
09:00 EUR Industrieproduktion, Mai, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich, arbeitstätig bereinigt), in %, Prognose von 1,0, nach -1,5 (-20,7)
12:30 USD Einzelhandelsumsätze, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,5 (-9,3) nach 0,5 (-9,5)
12:30 USD Erzeugerpreisindex ohne Autos, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,5 (-7,6) nach 0,5 (-7,2)
12:30 USD Erzeugerpreisindex, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,8 (-5,2) nach 0,2 (-5,0)
12:30 USD Erzeugerpreisindex, Kerndaten, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,1 (2,9) nach -0,1 (3,0)
14:00 USD Lagerbestände, Mai, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von -1,0 (-7,5) nach -1,1 (-6,6)


Risiken heute:

EurUsd Der Trend bzw. das Fehlen desselben besteht in Form einer Seitwärtskonsolidierung. Die Einheitswährung dürfte heute problemlos in ihrer Spanne von 1,3825 bis 1,4050 verharren. Angesichts der Bewegungen anderswo derzeit ein relativ ruhiges Instrument.

GbpUsd An den gleitenden Durchschnitten lässt sich eine leicht negative Tendenz für das Paar ablesen, aber es hat sich zurückgezogen. Wenngleich es in einer breiten Spanne verharrt, sehen wir ein Abwärtsrisiko. Mittelfristig dürfte die Marke von 1,5800 den Rückgang aufhalten. 1,6370 stellt die Obergrenze dar. Im Tageshandel dürfte 1,6260 die Obergrenze und 1,6000 das Tief darstellen.

UsdJpy Das Paar konnte aus seiner bisherigen Spanne ausbrechen, die in den letzten fünf Monaten intakt geblieben war. Nachdem die Marke von 94,00 eindeutig ausgehoben wurde, machte die Kopf- und Schulter-Formation nach unten Platz. Wir sehen anhaltend Unterstützung für eine starke japanische Währung und rechnen mit einem Anstieg zur Marke von 90,00.

UsdChf Das Paar tendiert spannengebunden seitwärts und verharrt in dem seit zwei Monaten bestehenden Bereich von 1,1020 bis 1,0630. Wir rechnen mit einer nicht aufregenden Kursentwicklung und haben uns entschlossen, dieses Paar zu meiden, bis sich ein konzertierter Trend in eine der beiden Richtungen abzeichnet. Bei 1,0770/80 kommt eine kleine Trendlinie zum Tragen, die im Tageshandel Unterstützung bieten könnte.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.4140 1.6520 95.60 1.1060
1.4050 1.6490 94.60 1.1020
1.4000 1.6380 93.80 1.0930
1.3978 1.6308 93.08 1.0844
1.3860 1.6150 91.80 1.0800
1.3800 1.6090 91.00 1.0720
1.3748 1.5980 89.80 1.0630
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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