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Ausbleibende wichtige Meldungen lässt Devisenmärkte in Spannen verharren
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Heute gibt es im Devisenhandel kaum Antriebskräfte. Nach dem gänzlichen Ausstieg aus riskanten Anlagen letzte Woche, wobei die Rohstoffe den Rückgang anführten und die Aktien folgten, hat sich diese Woche bisher noch kein richtiger Trend abgezeichnet. In Asien gingen die regionalen Aktienindizes heute deutlich zurück (Hang Seng -2,56%), die europäischen Aktienmärkte konnten sich jedoch wieder nach oben kämpfen. EURUSD verharrt in einer engen Spanne, vom Tief von 1,3915 bis zum Hoch von 1,3977; USDJPY wird in der Spanne von 92,35 bis 92,95 gehandelt. Angesichts des Abwärtslaufs der Rohstoffpreise und von EURJPY (unser Devisen-Risikobarometer) herrscht unserer Ansicht nach weiterhin die Risikoaversion vor. Etwaige positive Überraschungen, insbesondere bei den Unternehmenserträgen, dürften zu einer beträchtlichen USD-Verkaufswelle führen. Abgesehen von Abweichungen aufgrund von Ertragsmeldungen oder Wirtschaftsdaten rechnen wir diese Woche jedoch damit, dass die Devisenmärkte in ihren Spannen verharren. Dem G8-Gipfeltreffen letzte Woche mangelte es an Inspiration und unter den politischen Entscheidungsträgern macht sich ein zunehmendes Gefühl der Hilflosigkeit breit. Sogar der Zaubertrick des russischen Präsidenten Medvedev, eine supranationale Währung (namens „die zukünftige Weltwährung“) aus der Tasche zu ziehen, konnte an den Märkten nicht für Aufmerksamkeit sorgen. In Abwesenheit des aufkommenden Optimismus – hervorgehoben durch den Rückgang des Michigan Verbrauchervertrauensindex von 70,8 auf 64,6 –, der in Zeiten der “Green Shoot-Theorie” auflebte, sehen wir kurzfristig nicht, dass der Risikoappetit der Händler zunimmt. In den bestehenden Spannen bevorzugen wir JPY und USD. In Japan hat Premierminister Aso eine Niederlage bei den Kommunalwahlen erlitten und wird sich schwer tun, an der Macht zu bleiben. Zwar ist politische Ungewissheit für die betreffende Währung niemals positiv, aber in diesem Fall rechnen wir nicht mit tiefgreifenden oder andauernden Auswirkungen, sofern sich überhaupt welche abzeichnen. USDJPY wird im Umfeld von 92,00 gehandelt, womit die meisten Händler auf 90,00 achten. Die Dynamik des Paares und die globale Verlagerung des Risikoappetits legen die Kursentwicklung fast im Voraus fest. Selbst die angedrohte Intervention eines Vertreters der demokratische Partei, unter Nennung von Sorgen über Volatilität, konnten die JPY-Käufe nicht aufhalten. Wenngleich wir uns der Wertsteigerung des JPY nicht in den Weg stellen werden, rechnen wir damit, dass dieser Abwärtstrend nur vorübergehender Natur ist. Diese USDJPY-Notierungen wurden seit dem Bankrott von Lehmans und dem darauffolgenden wirtschaftlichen Zusammenbruch (und massiven JPY-Short-Positionen) nicht mehr gesehen, allerdings liegt dieses Mal den JPY-Käufen keine merkliche Krise zu Grunde, die die Risikoaversion beflügelt. Wir rechnen damit, dass die Märkte sich allmählich auf die fragile japanische Wirtschaft konzentrieren und dies mittelfristig zu einem JPY-Ausverkauf führen wird. Heute ist der Datenkalender nur leicht bestückt. Der Bericht zum Geschäftsausblick der Bank of Canada könnte das Augenmerk des Marktes erneut auf die Arbeitslosigkeit im Land lenken, die letzte Woche leicht von 8,4% auf 8,6% gestiegen ist. Zwar kommt dies nicht besonders überraschend, nachdem offizielle Vertreter vor einem schwachen Arbeitsmarkt im Jahr 2009 gewarnt hatten, aber USDCAD dürfte angesichts der schlechten Stimmung davon profitieren.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

10:30 EUR Rede des EZB-Präsidenten Trichet auf den von der CES IFO-Gruppe organisierten Seminaren in München
18:00 USD Staatshaushalt, Juni, in Mrd. $, Prognose von -77,5 nach 33,5
15:30 CAD Bericht zum Geschäftsausblick der BoC
23:01 GBP RICS-Hauspreisindex, Juni, Prognose von -40,0 nach -44,1
23:01 GBP Einzelhandelsbericht der BRC (British Retail Consortium), Gesamtumsätze, Juni, Vorjahresvergleich, in %, zuletzt 0,8


Risiken heute:

EurUsd Der Trend bzw. das Fehlen desselben besteht in Form einer Seitwärtskonsolidierung. Die Einheitswährung dürfte heute problemlos in ihrer Spanne von 1,3825 bis 1,4050 verharren. Angesichts der Bewegungen anderswo derzeit ein relativ ruhiges Instrument.

GbpUsd An den gleitenden Durchschnitten lässt sich eine leicht negative Tendenz für das Paar ablesen, aber es hat sich zurückgezogen. Wenngleich es in einer breiten Spanne verharrt, sehen wir ein Abwärtsrisiko. Mittelfristig dürfte die Marke von 1,5800 den Rückgang aufhalten. 1,6370 stellt die Obergrenze dar. Im Tageshandel dürfte 1,6260 die Obergrenze und 1,6000 das Tief darstellen.

UsdJpy Das Paar konnte aus seiner bisherigen Spanne ausbrechen, die in den letzten fünf Monaten intakt geblieben war. Nachdem die Marke von 94,00 eindeutig ausgehoben wurde, machte die Kopf- und Schulter-Formation nach unten Platz. Wir sehen anhaltend Unterstützung für eine starke japanische Währung und rechnen mit einem Anstieg zur Marke von 90,00.

UsdChf Das Paar tendiert spannengebunden seitwärts und verharrt in dem seit zwei Monaten bestehenden Bereich von 1,1020 bis 1,0630. Wir rechnen mit einer nicht aufregenden Kursentwicklung und haben uns entschlossen, dieses Paar zu meiden, bis sich ein konzertierter Trend in eine der beiden Richtungen abzeichnet. Bei 1,0770/80 kommt eine kleine Trendlinie zum Tragen, die im Tageshandel Unterstützung bieten könnte.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.4140 1.6330 95.60 1.1060
1.4050 1.6260 94.60 1.1020
1.4000 1.6160 93.80 1.0930
1.3978 1.6095 92.25 1.0823
1.3860 1.6090 91.80 1.0800
1.3800 1.6040 91.00 1.0720
1.3748 1.5980 89.80 1.0630
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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