|
|
Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
|
Äußerungen aus China sorgen an diesem ruhigen Freitag im Sommer für etwas Aufruhr
|
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

An diesem ruhigen Freitag im Sommer machen die Marktteilnehmer das Meiste aus jeder Meldung. So erging es auch den Äußerungen des chinesischen Staatssekretärs Dai Bingguo über das Reservewährungssystem. Am letzten Tag des G8-Gipfels äußerte er, „wir sollten ein besseres System zur Ausgabe und Regulierung von Reservewährungen haben, um die relative Stabilität der wichtigen Reservewährungen aufrecht zu erhalten“, wobei er es interessanterweise vermied, den USD zu erwähnen. Nach der plötzlichen Abreise des chinesischen Präsidenten Hu Jintao beim G8-Gipfel und der Tatsache, dass Präsident Obama bei seiner Moskau-Reise das Thema vermied, schien es ganz so, als ob die Debatte über die Rolle des USD als globale Reservewährung vermieden werden würde. Die Äußerungen von Dai beflügelten die Vorstellungskräfte der Medien, wenngleich der Wortlaut recht allgemein gehalten war und die Reaktion der Märkte verhalten ausfiel. Die asiatischen Aktienmärkte tendierten niedriger und die europäischen Märkte verzeichneten allesamt rote Zahlen. Die Rohstoffe und Rohstoffwährung lassen nach; Rohöl steht (zum ersten Mal seit Mai) unter $ 60 pro Barrel und AUDUSD ging auf 0,7765 zurück. Wie gestern bereits gesagt, verfolgen wir sowohl EURCHF als auch USDJPY aufmerksam, da beide Notierungen aufweisen, die den entsprechenden Zentralbankvertretern große Bedenken bescheren. SNB-Präsident Roth bestätigte in einem Zeitungsartikel die Verpflichtung der SNB, der Wertsteigerung des CHF durch direktes Eingreifen an den Devisenmärkten Einhalt zu gebieten. EURCHF, das in Richtung 1,51 tendierte, schnellte nach dieser Meldung auf 1,5175 (womit belegt wurde, wie schreckhaft die Händler sind) und hat sich inzwischen bei 1,5140 eingependelt. Die BoE hat sich interessanterweise dafür entschieden, ihr Programm zum Kauf von Vermögenswerten nicht auszuweiten, obwohl es vor der August-Tagung auslaufen könnte. Die Mitglieder wollen die Stärke der britischen Wirtschaft beobachten und sehen Wachstum und Inflation voraus. Der Markt reagierte mit einer Stärkung von Pfund Sterling darauf; GBPUSD kletterte bis auf 1,6400. Unserer Ansicht nach haben die Märkte zu stark auf die Meldung reagiert. Wir rechnen damit, das der geldpolitische Ausschuss der Bank of England die Ausdehnung im August vornehmen wird und ihn nichts davon abhält, den Umfang der Käufe zu erhöhen, wenn es seinen Inflationsbericht veröffentlicht. Nebenbei bemerkt ließ die BoE den Leitzins bei 0,50%. Wir beäugen den Ausblick für Pfund Sterling mit Vorsicht und schätzen ihn als vielleicht die anfälligste der G10-Währungen ein.
|
|
Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

08:00 SEK AMV-Arbeitslosenquote, Juni, in %, 5,0 erwartet, vorher 4,7 08:00 NOK Verbraucherpreisindex, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,1 (3,0) erwartet, vorher 0,2 (3,0) 08:00 NOK Verbraucherpreisindex ohne Energie und bereinigt um Steueränderungen, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,0 (2,8) erwartet, vorher 0,3 (2,9) 08:30 GBP Input-Komponente der Erzeugerpreise, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,8 (-12,3) erwartet, vorher 0,4 (-9,4) 08:30 GBP Output-Komponente der Erzeugerpreise, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,2 (1,1) erwartet, vorher 0,2 (1,2) 08:30 GBP Output-Komponente der Erzeugerpreise, Juni, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, 0,3 (-0,7) erwartet, vorher 0,4 (-0,3) 12:30 USD Handelsbilanz, Mai, in Mrd. $, -30,0 erwartet, vorher -29,2 12:30 USD Importpreise, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, 2,2 (-18,3) erwartet, vorher 1,3 (-17,6) 12:30 USD Importpreise ohne Erdöl, Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, 0,2 (-5,8) 13:55 USD Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan, Juli, vorläufige Angaben, 71,0 erwartet, vorher 70,8
|
|
Risiken heute:

EurUsd Der Trend bzw. das Fehlen desselben besteht in Form einer Seitwärtskonsolidierung. Die Einheitswährung dürfte heute problemlos in ihrer Spanne von 1,3825 bis 1,4050 verharren. Angesichts der Bewegungen anderswo derzeit ein relativ ruhiges Instrument.
GbpUsd An den gleitenden Durchschnitten lässt sich eine leicht negative Tendenz für das Paar ablesen, aber es hat sich zurückgezogen. Wenngleich es in einer breiten Spanne verharrt, sehen wir ein Abwärtsrisiko. Mittelfristig dürfte die Marke von 1,5800 den Rückgang aufhalten. 1,6370 stellt die Obergrenze dar. Im Tageshandel dürfte 1,6260 die Obergrenze und 1,6000 das Tief darstellen.
UsdJpy Gestern konnte das Paar aus seiner bisherigen Spanne ausbrechen, die in den letzten fünf Monaten intakt geblieben war. Nachdem die Marke von 94,00 eindeutig ausgehoben wurde, machte die Kopf- und Schulter-Formation nach unten Platz. Wir sehen eine anhaltende Unterstützung für eine starke japanische Währung. Kann sich das Paar zukünftig unter dem Bereich von 94,00 halten, ist in den kommenden Monaten mit einem deutlich niedrigeren USDJPY zu rechnen.
UsdChf Das Paar tendiert spannengebunden seitwärts und verharrt in dem seit zwei Monaten bestehenden Bereich von 1,1020 bis 1,0630. Wir rechnen mit einer nicht aufregenden Kursentwicklung und haben uns entschlossen, dieses Paar zu meiden, bis sich ein konzertierter Trend in eine der beiden Richtungen abzeichnet. Bei 1,0780/85 kommt eine kleine Trendlinie zum Tragen, die im Tageshandel im geringen Ausmaß Unterstützung bieten könnte.
|
|
Resistance and Support:
|
EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
|
1.4140 |
1.6430 |
95.60 |
1.1060 |
|
1.4050 |
1.6330 |
94.60 |
1.1020 |
|
1.4000 |
1.6260 |
93.80 |
1.0930 |
|
1.3907 |
1.6209 |
92.78 |
1.0902 |
|
1.3860 |
1.6090 |
91.80 |
1.0800 |
|
1.3800 |
1.6040 |
91.00 |
1.0720 |
|
1.3748 |
1.5980 |
89.80 |
1.0630 |
|
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
|
|
|
| |
|
|
| |
| |
|