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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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Fed bleibt gegenüber BoE & EZB extrem expansiv
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Wir hatten gestern prognostiziert, dass die US-Notenbank nicht bereit sein wird, die liquiditätsgesteuerte Party bereits zu beenden, und genau das ist auch geschehen. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten bei der geldpolitischen Sitzung einstimmig für die Beibehaltung der Leitzinsen und deuteten an, dass sie ihre sehr expansive Geldpolitik für „einen längeren Zeitraum“ auf einem „außergewöhnlich niedrigen Niveau“ fortführen werde. Die jüngste Verkaufswelle bei risikobehafteten Trades wurde vor allem von Sorgen befeuert, dass die US-Notenbank ein subtiles Signal eines Zeitplans für ihre Ausstiegsstrategie geben könnte. Wir bezweifeln, dass die US-Notenbank vor dem Hintergrund einer nach wie vor fragilen Erholung und anhaltender Schwäche der US-Arbeitsmärkte (gestern durch die ADP- und ISM-Daten bestätigt) das Risiko eines frühzeitigen Blasens irgendeiner Asset-Blase eingehen wird. Die erste Kursreaktion war Unsicherheit, da die Zentralbank auch das Ziel des Ankaufprogramms für Agency-Papiere von 200 Mrd. US-Dollar auf 175 Mrd. US-Dollar reduzierte. Marktteilnehmer schienen sich nicht sicher zu sein, ob dies das Ausstiegssignal war, nach dem sie Ausschau hielten. Aber in der begleitenden Stellungnahme lautete die klare und rationale Begründung einfach, dass begrenzte Nachfrage der Grund dafür sei. EURUSD bewegte sich anfangs zwischen 1,4830 und 1,4860, bevor es wieder auf 1,4900 zulegte, da Händler zu der Erkenntnis gelangten, dass ausreichende Liquidität gegeben bleiben wird und Assets mit Risikokorrelation wieder ins Spiel kamen. In der asiatischen Börsensitzung haben wir eine leichte Umkehr der Risikobereitschaft gesehen, der USD konnte wieder Boden gutmachen und die Aktienmärkte notierten allgemein schwächer. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die BoE und die EZB. Wir gehen davon aus, dass die Zentralbank die Zinsen beibehalten wird und dass EZB-Präsident Trichet bei der oft mit übermäßigen Erwartungen verbundenen Pressekonferenz der EZB seine Linie beibehalten wird (nämlich, dass es derzeit zu früh ist, eine Ausstiegsstrategie umzusetzen). Insgesamt sind wir der Ansicht, dass die EZB-Sitzung eher unspektakulär sein wird und man besser die Zinsentscheidung der BoE beobachten sollte. Die BoE-Sitzung lieferte den Beteiligten viel mehr Unsicherheiten, das erste Problem ist das erhebliche Missverhältnis zwischen dem britischen BIP und dem Einkaufsmanagerindex. Nach den Daten des Einkaufsmanagerindex, normalerweise ein verlässlicher Indikator der nationalen Wirtschaftsaktivität, zeigt Großbritannien derzeit eine relativ gute Entwicklung (zumindest besser als die Eurozone) und eine definitiv bessere als das BIP von -5,2% im Jahresvergleich impliziert. Außerdem wird der Einkaufsmanagerindex vom geldpolitischen Ausschuss zur Prognose der kurzfristigen konjunkturellen Entwicklung herangezogen. Die zweite Frage lautet also, wie viel Gewicht die Mitglieder welchen Konjunkturdaten (BIP oder Einkaufsmanagerindex) beimessen, wenn sie über eine Ausweisung der quantitativen Lockerung entscheiden. Wir stimmen mit dem Markt in der Erwartung einer Ausweitung von 25 Mrd. GBP überein, allerdings fordern einige auch 50 Mrd. GBP. In der Regel hat das Pfund Sterling vor der Ankündigung quantitativer Lockerungsmaßnahmen nachgegeben, aber wir gehen davon aus, dass 25 Mrd. GBP bereits eingepreist sind, alles darüber dürfte jedoch zu einer Schwäche des britischen Pfunds führen. Zuvor zeigte der Schweizer VPI mit -0,8% im Jahresvergleich gegenüber den erwarteten 0,7% ein überraschend niedriges Ergebnis. Zwar wiederholte SNB-Direktoriumsmitglied Jordan vor kurzem, dass Inflation die Ausstiegsstrategie der Bank definieren werde, aber wir nehmen an, dass die SNB bei ihrer Politik der Intervention auf den Devisenmärkten bleiben wird. Ein Kurs von EURCHF unter 1,5100 schafft Kaufgelegenheiten.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):
00:00 GBP Bekanntgabe der Zinsentscheidung der CNB für Nov., Prognose von 1,25% 09:30 GBP Industrieproduktion, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, Prognose von 1,3 (-10,2) nach -2,5 (-11,2) 09:30 EUR Produktion im verarbeitenden Gewerbe, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, Prognose von 1,0 (-9,9) nach -1,9 (-11,3) 10:00 GBP Einzelhandelsumsätze, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in %, Prognose von 0,4 nach -0,2 (-2,4) 12:00 EUR Zinsentscheidung des währungspolitischen Ausschusses der BoE, Nov., Prognose von 0,50% nach 0,50% 12:45 EUR Zinsentscheidung der EZB, Okt., Prognose von 1,00 % nach 1,00% 13:30 USD Pressekonferenz der EZB 13:30 USD Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, in Tsd., zuletzt 530 (526) 13:30 USD Produktivität außerhalb der Landwirtschaft, Prognose von 6,0 (3,4) nach 6,6 (1,9) 13:30 Lohnstückkosten, Prognose von -3,2 (-3,1) nach -5,9 (-1,2)
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Risiken heute:

EurUsd Bei dem Paar herrschte gestern Abend einige Volatilität, da die Fed die gleiche Erklärung zu niedrigen Zinsen über einen längeren Zeitraum abgab. Der USD wurde ziemlich aggressiv verkauft, nur um beim Widerstand von 1,4905 auf eine Grenze zu stoßen. Der Abwärtstrend ist weiterhin vollständig intakt, und nur bei einem 4-Stundenschlusskurs über 1,4950 dürfte vom Gegenteil ausgegangen werden. Heute wird es darum gehen, ob die 12-Monats-Aufwärtslinie bei 1,4780 Unterstützung bietet, wenn ja, dann bildet sich zwischen diesem Niveau und 1,4900 ein interessantes Dreieck aus.
GbpUsd 1,6600 begrenzt das Paar weiterhin nach oben, der gestrige Versuch eines Vorstoßes traf bei 1,6597 auf ein massives Angebot. Kurzfristig wird eine eher seitwärts tendierende, spannengebundenen Entwicklung vorherrschen, aber da mittags die Sitzung der Bank of England stattfindet, kann man davon getrost ausgehen, dass sich heute Nachmittag etwas ändern wird. Das Paar muss unter 1,6663 bleiben, damit der langfristige Abwärtstrend intakt bleibt, und ein Durchbruch der Marke von 1,6272 bleibt entscheidend für die Bären. Alles, was nicht in dieses Szenario passt, muss noch einmal gründlich überarbeitet werden.
UsdJpy Gestern sprachen wir von Short-Interesse am Paar bei 90,90, und mit einem stündlichen Shooting-Star bei 90,86 folgte die Bestätigung für einen fast perfekten Short-Einstieg. Das Paar erlebt derzeit eine Verkaufswelle in den Bereich 90,00/10, die geringe Unterstützung liegt etwas darunter bei 89,85. Unterhalb dieses Niveaus bietet 89,30 Unterstützung in Form eines neuen Trendkanals, der sich im vergangenen Monat gebildet hat, das Risiko/Nutzen-Profil begünstigt also auf diesem Niveau Long-Trades. Bei einem Durchbruch ist 88,60 die wichtige Unterstützung.
UsdChf Gestern zogen wir eine Ausnutzung des 3-wöchtigen Aufwärtstrends mit einer Long-Position bei 1,0186 mit engen Stopps in Betracht. Wie Sie unten sehen können hat das Paar auf diesem Niveau nicht einmal eine Verschnaufpause eingelegt, die Stopps wurden ausgelöst, und das Paar fiel innerhalb von einer Stunde auf die Unterstützung bei 1,0132. Heute Morgen testet das Paar erneut die untere Grenze des Aufwärtstrends zurück zu 1,0186 an, dort befindet sich auf der geringe Widerstand. Intraday-orientiete Anleger könnten heute Morgen durchaus entgegengesetzte Trades in Betracht ziehen, mit Shorts bei 1,0186 und Stopps knapp über 1,0220 und einer Deckung bei 1,0132.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.5020 |
1.6742 |
93.50 |
1.0460 |
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1.4967 |
1.6605 |
92.50 |
1.0360 |
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1.4860 |
1.6560 |
91.60 |
1.0290 |
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1.4844 |
1.6546 |
90.20 |
1.0174 |
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1.4626 |
1.6400 |
89.60 |
1.0150 |
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1.4580 |
1.6260 |
89.20 |
1.0123 |
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1.4480 |
1.6200 |
88.85 |
1.0037 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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