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Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
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Gold erreicht neue Höchststände und strebt $ 1100 an
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Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Die Meldungen über die massiven Goldkäufe Indiens in den letzten beiden Wochen haben dem Edelmetall zu neuen Allzeithochs verholfen ($ 1093 zu Redaktionsschluss), weil die Spekulationen zunehmen, dass die Zentralbanken an einem Aufstocken der Goldbestände zur Diversifizierung ihrer Reserven interessiert sind. Die enorme Akquisition von 200 metrischen Tonnen durch den IWF ist der größte Einzelkauf in den letzten 30 Jahren. China hatte bereits im April mitgeteilt, dass es ebenfalls seine Bestände aufgestockt habe, von 454 Tonnen im Jahr 2003 auf 1.054 Tonnen. Die Spekulanten fragen sich nun, ob diese Käufe gleichbedeutend sind mit einer Änderung der Einstellung zu Gold als Reservewährung und ob, im Zuge des schwächeren USD, weiteres Zentralbankinteresse wahrscheinlich ist. Zwar handelt es sich um einen Schritt, der ausschließlich auf Fundamentaldaten basiert - was auch die weniger ausgeprägten Bewegungen des korrelierten EURUSD und an den Aktienmärkten erklärt - aber auch die Goldmärkte werden genau wie andere riskanten Anlagen auf die ausschlaggebende Tagung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) heute Abend achten. Die Meinungen gehen darüber auseinander, ob die jüngsten besseren US-Daten zu einer Haltungsänderung in der Stellungnahme führen werden oder ob die Tauben die Oberhand behalten werden und die langfristige Niedrigzinspolitik bestätigt wird, die den USD-finanzierten Carry Trades in den letzten 9 Monaten zu Grunde lag. Es gibt gute Argumente für beide Szenarien, aber wir sind der Überzeugung, dass die Fed die Blase noch nicht platzen lassen wird, weil die Rückgewinnung des Verbrauchervertrauens wegen des kränkelnden Zustands des Arbeitsmarkts und der fragilen Marktstimmung derzeit noch von der anhaltenden Erholung der Anlagekurse abhängt. Weichen die Äußerungen in irgendeiner Weise von der Verpflichtung zu einer langfristigen Niedrigzinspolitik ab, könnte es zu einer unangenehmen Glattstellung von USD-finanzierten Anlagen und einer langfristigen Schädigung des Verbrauchervertrauens kommen. Die geldpolitischen Entscheidungsträger dürften unserer Ansicht nach derzeit noch vor einem solch großen Risiko zurückschrecken. Ganz gleich, ob EURUSD heute Abend auf 1,4900 schießt oder auf 1,4500 absackt, das Ergebnis der Tagung heute Abend wird auf jeden Fall ausschlaggebend für die Devisen- und Aktienmärkte sein und wir rechnen mit aggressiven Bewegungen, egal, wie die Karten fallen. Die restlichen Datenmeldungen heute dürften lediglich kleine Ablenkungen von der FOMC-Tagung darstellen, aber wir werden auch auf die ADP-Beschäftigungszahlen und den ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe achten. Besser als erwartete Ergebnisse dürften unserer Ansicht nach EURUSD und riskanten Anlagen weiterhin Auftrieb verleihen, aber die Aussichten auf eine alles über den Haufen werfende Stellungnahme der Fed dürften überschäumenden Rallys Einhalt gebieten.
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Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):
10:00 EUR Erzeugerpreisindex, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von -0,4 (-7,7) nach 0,4 (-7,5) 13:15 USD ADP-Beschäftigungszahlen, Okt., Veränderungen in Tausend, Prognose von -198, zuvor -254 15:00 USD ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe, Okt., Prognose von 51,5 nach 50,9
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Risiken heute:

EurUsd Obwohl heute intraday die Unterstützung von 1,4687 durchbrochen wurde, haben sich kurzfristig orientierte Anleger in diesem Bereich zu einer Absicherung ihrer Short-Positionen entschieden, bevor sich das Gesamtbild genauer abzeichnet. Allerdings sieht 1,4815 jetzt nach einem guten Short-Einstiegspunkt aus, weil das Paar mit immer größerer Überzeugung in den Abwärtstrendkanal abgleitet.
GbpUsd Nach einem kurzen Versuch letzte Woche, dem wichtigen langfristigen Abwärtstrend bei 1,6620 einen Besuch abzustatten, hat das Paar weiterhin die massive Kombinations-Kopf-und-Schulter-Formation gestaltet (anderweitig auch als der „Glöckner von Notredame“ von GBPUSD bekannt). Zugegebenermaßen handelt es sich nicht um die Schönste aller Kopf-und-Schulter-Formationen, aber sie erfüllt die Kriterien. Die Bären müssen jetzt nur noch den Durchbruch von 1,6272 abwarten, um sich auf ein Eindringen in den 8-monatigen Aufwärtstrendkanal bei 1,6110 zu freuen. Kann sich 1,6040 nicht halten, folgt 1,5801. Bei Besuchen in den Bereich von 1,66 ist mit weiteren Short-Positionen zu rechnen.
UsdJpy Betrachtet man USDJPY heute auf dem Tageschart, zeichnet sich ganz eindeutig noch ein sehr starker mittelfristiger Abwärtstrend ab. Das Paar konnte letzte Woche noch nicht einmal die obere Abwärtstrendlinie erreichen, bevor erneut ein Ausverkauf einsetzte, befindet sich jetzt allerdings im Niemandsland, zumindest was Einstiegspunkte angeht. Kann das Paar sich jedoch bis auf 91,80/92,00 vorarbeiten, ist mit Short-Interesse zu rechnen. Intraday können Short-Anleger auch 90,90 in Betracht ziehen.
UsdChf Das Paar macht weiterhin seine Spanne zwischen der Unterstützung von 1,0150 und dem Widerstand von 1,0270 kenntlich. Der bärische Trend hält sich, so lange die Schlussnotierungen unter 1,0270 bleiben. Jedoch ist bei 1,0123 mit solidem Long-Interesse und darunter jeder Menge Unterstützung bei 1,0037 zu rechnen. Die fehlenden Antriebskräfte dürften das Paar auf die Unterstützung von 1,0150 zurückgehen lassen.
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Resistance and Support:
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EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
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1.5020 |
1.6742 |
93.50 |
1.0460 |
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1.4967 |
1.6605 |
92.50 |
1.0360 |
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1.4860 |
1.6550 |
91.60 |
1.0290 |
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1.4750 |
1.6530 |
90.90 |
1.0245 |
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1.4626 |
1.6400 |
89.60 |
1.0150 |
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1.4580 |
1.6260 |
89.20 |
1.0123 |
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1.4480 |
1.6200 |
88.85 |
1.0037 |
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S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
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