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Zinsstraffung der RBA gefolgt von weniger restriktivem Ton
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Der gestern veröffentlichte US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe kletterte auf ein 3,5-Jahres-Hoch. Auch die zunehmende Bauaktivität im Bereich Eigenheime legt nahe, dass das Wachstum der USA im vierten Quartal auf dem besten Weg ist, den Mordszahlen vom 3. Quartal gerecht zu werden. Seit Bekanntgabe dieser beeindruckenden Ergebnisse befinden sich der USD und risikokorrelierte Anlagen auf rauer See. Die Sitzung an der Wall Street ging mit einem geringen Plus für den S&P-Index von 0,64% zu Ende, aber in Asien tendierten die regionalen Indizes auf breiter Front niedriger. EURUSD setzte seine Konsolidierung zwischen 1,4725 und 1,4850 fort. Die restlichen G10-Paare teilten sich gegenüber dem USD gleichmäßig und zufällig zwischen Gewinnern und Verlierern auf. Das mangelnde Muster stellt die Verwirrung über die Antriebskräfte am Markt dar. Die Märkte sind eindeutig auf der Suche nach Richtungsvorgaben und die Mehrheit der Teilnehmer erwartet, dass die Tagung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) morgen eine Kursvorgabe liefern wird. Angesichts der sehr beeindruckenden Abfolge wirtschaftlicher Daten spekulieren die US-Märkte, dass die Stellungnahme der Fed etwas weniger taubenhaft ausfallen wird. Ein Schritt, der den Händlern Sorgen bereiten wird, dass eine Welt ohne endlose Liquidität zum freien Glücksspiel an den Märkten bevorsteht. Sollte die Fed die Falken in gute Stimmung versetzen, rechnen wir mit einem Rückgang der Anlagekurse. Derzeit finden vor den Tagungen der Notenbanken (Fed, BoE, EZB) USD-Short-Deckungskäufe statt. Die Beschäftigung ex-Agrar und die Performanceberichte zum Jahresende scheinen die Kursentwicklung in erster Linie zu bestimmen. Das Direktoriumsmitglied der SNB, Jordan, hat gestern bestätigt, dass noch nicht der Zeitpunkt für eine Lockerung der Zinszügel gekommen sei und die schweizerische Zentralbank an ihrem interventionistischen Kurs festhalte. Interessanterweise fiel jedoch die Reaktion von EURCHF, trotz der scharfen Worte, verhalten aus. Nachdem die mündliche Intervention die Verkäufer und die stetig wachsende Anzahl von Befürwortern für EURCHF-Verkaufsempfehlungen nicht erschrecken konnte, wird die SNB auf drastischere Maßnahmen zurückgreifen müssen. Ich bin der Ansicht, dass ein Rückgang auf 1,5080 nahezu eine Kaufaufforderung darstellen würde. Das große Ereignis in der asiatischen Sitzung war die Zinsentscheidung der RBA. Wie allgemein erwartet, hob die Notenbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,50% an (einige bemerkenswerte Ausnahmen sprachen von 50 Basispunkten). Die begleitende Stellungnahme fiel etwas weniger falkenhaft aus, weil die RBA eine maßvolle Senkung der geldpolitischen Stimuli betonte: „… die Ansicht des Rates ist, dass eine allmähliche Lockerung des Grades der geldpolitischen Anreize ratsam ist…“ Die deutlich weniger falkenhafte Stellungnahme lastete auf AUDUSD und das Paar ging von 0,9095 auf 0,8960 zurück. Der Datenkalender ist heute recht leicht bestückt und wir rechnen nicht damit, dass die Händler vor den morgigen Festlichkeiten bedeutende Positionen einrichten werden. In Europa wird für Norwegen und Großbritannien, im Einklang mit dem globalen Trend, mit einer Verbesserung des Einkaufsmanagerindexes auf 49,0 bzw. 47,2 gerechnet. Und in den USA werden die Auftragseingänge der Industrie die Händler vorübergehend von ihren Sinnierungen über die Maßnahmen der drei wichtigsten Notenbanken der Welt ablenken. Wir rechnen damit, dass ein besser als erwartetes Ergebnis ähnlich wie die gestrigen Zahlen kurzfristig zu USD-Verkäufen führen wird.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

08:00 NOK Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe, Okt., Prognose von 49,0, zuvor 47,4
09:28 GBP Einkaufsmanagerindex Baugewerbe, Okt., Prognose von 47,0 nach 46,7
13:00 USD Sitzungsbeginn des FOMC
14:00 EUR Rede von EZB-Ratsmitgliedern Mersch und Weber in Deutschland und der Türkei
15:00 USD Auftragseingänge der Industrie, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), Prognose von 1,0 (-17,0) nach -0,8 (-20,4)
00:00 USD Automobilverkäufe, Okt., saisonbereinigt, annualisierte Rate, in Mio., Prognose von 9,8 nach 9,2


Risiken heute:

EurUsd Das Paar setzt seine Konsolidierung fort. Im Vorfeld der Zinsentscheidung des FOMC morgen rechnen wir nicht mit Ausbrüchen. Die abebbende Risikobereitschaft in Asien hat EURUSD erneut auf die Spannenunterstützung zurückgehen lassen. Allerdings steht das Paar direkt in der Mitte der breiteren Spanne von 1,4680 bis 1,4860. Der Aufwärtstrend ist intakt geblieben und bisher hat der gleitende 50-Tages-Durchschnitt (derzeit bei 1,4679) einen Boden gebildet. Ein Abprallen an dieser Marke wird vermutlich im Umfeld von 1,4810-15, gefolgt von 1,4870 auf Widerstand stoßen.

GbpUsd Das Paar ist direkt unter 1,6600 auf anhaltendes Angebot gestoßen und ist heute durch die Unterstützung von 1,6330 gesackt. Darunter greifen eine kleine Unterstützung bei 1,6290 und die entscheidende Unterstützung bei 1,6240. Die bullische Tasse mit Henkel-Formation kommt allerdings nach wie vor zum Tragen. Wir weisen darauf hin, dass Notierungen über dem Hoch von 1,6604 den Widerstand von 1,6663 und den wichtigen Abwärtstrendkanal anstreben, bevor wir auf den Widerstand von 1,7000 zusteuern.

UsdJpy Das Paar folgt der täglichen Cloud Cover auf dem Weg nach unten. Durch den deutlichen Ausverkauf nach der Meldung über den Konkurs von CIT ist das Paar gestern unter die Nackenlinie der Kopf- und Schulter-Formation und die entscheidende Unterstützung von 90,10 gerutscht und erreichte ein Tief von 89,20. Die Cloud Cover bei 90,80 stellt einen schweren Widerstand dar, die Unterstützung kommt bei den gestrigen Tiefstständen zum Tragen.

UsdChf Das Paar macht weiterhin seine Spanne zwischen der Unterstützung von 1,0150 und dem Widerstand von 1,0270 kenntlich. Der bärische Trend hält sich, so lange die Schlussnotierungen unter 1,0270 bleiben. Jedoch ist bei 1,0123 mit solidem Long-Interesse und darunter jeder Menge Unterstützung bei 1,0037 zu rechnen. Die fehlenden Antriebskräfte dürften das Paar auf die Unterstützung von 1,0150 zurückgehen lassen.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.5020 1.6742 92.50 1.0360
1.4967 1.6605 91.60 1.0290
1.4860 1.6480 90.70 1.0250
1.4751 1.6330 90.00 1.0242
1.4684 1.6350 89.60 1.0150
1.4650 1.6290 89.20 1.0123
1.4580 1.6200 88.85 1.0037
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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