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Risikoappetit lässt vor Tagungen der Zentralbanken nach
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Diese Woche ist im Hinblick auf Datenmeldungen äußerst wichtig: Vier große Zentralbanken tagen, die RBA (Di), die Fed (Mi), die BoE und die EZB (Do). Zudem werden am Mittwoch die Protokolle der jüngsten Tagungen der Riksbank und der BoJ veröffentlicht. Die RBA dürfte als einzige ihren geldpolitischen Kurs ändern. Der Markt rechnet mit einer weiteren Straffung von 25 Basispunkten auf 3,5%. Es besteht eine Außenseiterchance von 50 Basispunkten, weil die Daten diesen Monat einen Rückgang der Arbeitslosigkeit aufwiesen (von 5,8% im Aug. auf 5,7% im Sept.) und eine Verbesserung der Verbraucherpreisinflation im 3. Quartal. Angesichts der anhaltenden Anfälligkeit der Marktstimmung ist jedoch mit einer Entscheidung für 25 Basispunkte und mit eingehenderen Hinweisen auf ihre Absichten in der begleitenden Stellungnahme zu rechnen. Die Tagung der Fed am darauffolgenden Abend wird ein ausschlaggebendes Ereignis für die Devisenmärkte sein, weil sie die erste Bewertung der US-BIP-Zahlen letzter Woche darstellt. Bisher hat der Markt debattiert, ob die besser als erwartete annualisierte Wachstumsrate von 3,5% lediglich eine bessere globale Kulisse für weitere Risikorallys darstellt, oder ob dies impliziert, dass die Fed ihre Einstellung zur Niedrigzinspolitik überdenken wird - eine Entscheidung, die möglicherweise USD-finanzierte Carry Trades gefährden könnte. Unserer Ansicht nach ist es noch zu früh, um die letztgenannte Schlussfolgerung zu ziehen. Angesichts der anhaltenden Verschlechterung des Arbeitsmarkts und der zahlreichen unbeantworteten Fragen über die Nachhaltigkeit des Wachstums ohne Stimuli ist eher damit zu rechnen, dass die Entscheidungsträger Vorsicht üben werden, nicht voreilig zu aggressiv aufzutreten. Die Korrektur von EURUSD und der Aktienmärkte in den letzten Tagen ist unserer Einschätzung nach vorübergehender Natur. Nach Mittwoch rechnen wir mit einer Erholung dieser Anlagen. Die merkliche Ausnahme der durch den schwachen USD angefachten Rally ist nach wie vor Pfund Sterling. Nach den trübseligen BIP-Zahlen für das 3. Quartal haben sich die Märkte nicht nur allmählich unserer Einschätzung angeschlossen, dass am Donnerstag fast sicher mit einer Expansion der quantitativen Lockerung zu rechnen ist, sondern der Konsens rechnet inzwischen mit £ 50 Mrd. (zuvor £ 25 Mrd.). Dies wird sicherlich merkliche negative Folgen für GBP haben. Daher rechnen wir auch bei einem möglichen Aufleben des Risikoappetits weiterhin mit einem schwachen GBPUSD. Daneben scheinen die Märkte sich über die SNB hinwegzusetzen, nachdem EURCHF erneut mit dem Interventionsbereich von 1,5090-1,5100 liebäugelt. Nach dem Rückgang auf 1,5083 am Freitag bemerkten wir eine weitere vermutliche Interventionsrunde, wenngleich weniger aggressiv als die vom 30. Sept. Wir befinden uns weiterhin in der Spitze der symmetrischen Dreiecksformation, die seit einem Jahr vorherrscht. Die schweizerische Verbraucherpreisinflation am Donnerstag wird für das anhaltende Interesse der SNB an einem schwächeren CHF von entscheidender Bedeutung sein. Der Markt ist sich eindeutig mit der SNB uneins darüber, wo der CHF gehandelt werden sollte. Sollte jedoch weiterhin die Bedrohung einer Deflation bestehen, hegen wir keinen Zweifel daran, dass die SNB ihren Standpunkt über die EURCHF-Notierungen durchsetzen wird.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

15:00 USD ISM-Index verarbeitendes Gewerbe, Okt., Prognose von 53,0 nach 52,6
15:00 USD Anstehende Eigenheimverkäufe, Sept., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,0 (12,2) nach 6,4 (12,1)
15:00 USD Bauausgaben, Sept., Vormonatsvergleich, in %, Prognose von -0,2, zuvor 0,8


Risiken heute:

EurUsd Die abebbende Risikostimmung hat EURUSD im asiatischen Handel erneut innerhalb von Haaresbreite der Pivot-Unterstützung von EURUSD von 1,4684 gebracht, aber der bullische Trend bleibt intakt. Bisher hat der gleitende 50-Tages-Durchschnitt (inzwischen bei 1,4654) eine Begrenzung für alle Ausverkäufe dieser Rally gebildet. Ein Abprallen an dieser Marke wird vermutlich im Umfeld von 1,4810-15, gefolgt von 1,4876 und 1,4967 auf Widerstand stoßen.

GbpUsd Das Paar ist direkt unter 1,6600 auf anhaltendes Angebot gestoßen und hat seither heute Morgen zweimal die Unterstützung im Umfeld von 1,6350 getestet. Darunter greifen eine kleine Unterstützung bei 1,6290 und die entscheidende Unterstützung bei 1,6240. Die bullische Tasse mit Henkel-Formation kommt allerdings nach wie vor zum Tragen. Wir weisen darauf hin, dass Notierungen über dem Hoch von 1,6604 den Widerstand von 1,6663 und den wichtigen Abwärtstrendkanal anstreben, bevor wir auf den Widerstand von 1,7000 zusteuern.

UsdJpy Durch den deutlichen Ausverkauf nach der Meldung über den Konkurs von CIT ist das Paar unter die Nackenlinie der Kopf- und Schulter-Formation und die entscheidende Unterstützung von 90,10 gerutscht und erreichte ein Tief von 89,20. 90,25 stellt den ersten geringen Widerstand dar, wobei vor dem wichtigen Widerstand von 92,50, zwischen 91,00 und 91,80, vereinzelt mit Angebot zu rechnen ist.

UsdChf Das Paar macht weiterhin seine Spanne zwischen der Unterstützung von 1,0150 und dem Widerstand von 1,0270 kenntlich. Der bärische Trend hält sich, so lange die Schlussnotierungen unter 1,0270 bleiben. Jedoch ist bei 1,0123 mit solidem Long-Interesse und darunter jeder Menge Unterstützung bei 1,0037 zu rechnen.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.5020 1.6742 92.50 1.0360
1.4967 1.6693 92.35 1.0290
1.4876 1.6605 91.20 1.0250
1.4775 1.6405 90.20 1.0220
1.4684 1.6350 89.60 1.0150
1.4650 1.6290 89.20 1.0123
1.4580 1.6200 88.85 1.0037
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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