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Riskante Anlagen können trotz Äußerungen Bernankes anziehen
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Die gestrige Rede von Fed-Präsident Ben Bernanke rüttelte die Anleger wach, die auf riskante Anlagen an trägen Märkten setzen, weil sie sich aufgrund des zunehmenden Vertrauens rund um den Globus und der Versicherung niedriger Zinssätze an schnelles Geld gewöhnt haben. Die Aussage, dass die Politik der Fed und die zugrunde liegende Stärke der US-Wirtschaft „zu einem starken Dollar beitragen werden“ zog sofort die Aufmerksamkeit auf sich, denn sie schien im völligen Gegensatz zu der jüngsten Antriebskraft der Devisenmärkte zu stehen, dass die Verpflichtung der Fed zu langfristigen niedrigen Zinsen einen schwachen USD garantiert. Trotzdem fühlten sich die Anleger kurz darauf durch die schwachen Zahlen zur US-Wirtschaftsaktivität, die hohe Arbeitslosigkeit und den eingeschränkten Kreditfluss bestätigt, dass sie sich auf die richtige Seite geschlagen hätten. EURUSD sowie andere riskante Anlagen konnten daraufhin die anfänglichen Verluste schnell wieder wett machen. Gold schnellte bis in den späten Abend hinein nach oben und erreichte ein Hoch von $ 1143,67, beeindruckende 9,5 % höher als noch vor zwei Tagen. Auch Silber schnitt bei Handelsschluss mit $ 18,40 (plus 5% gegenüber dem Vortag) stark ab. Die Vorstellung, dass äußerst geringe Zinssätze für einen längeren Zeitraum als ursprünglich angenommen nötig seien, scheint sicherzustellen, dass riskante Anlagen auch zukünftig Unterstützung finden werden. Der USD könnte weiteres Abwärtspotenzial erkunden, nachdem gestern der DXY die Schlüsselunterstützung von 74,70 aushub. Zu Handelsbeginn in Europa wurden gestern die schweizerischen Einzelhandelsumsätze mit einem Rückgang von -1,6% im Vorjahresvergleich veröffentlicht. Sie lagen unter dem Stand des Vormonats von -1,0%. Diese schwachen Daten haben bei EURCHF den unmittelbaren Druck auf die Unterstützung von 1,5080 etwas gelockert; das Paar konnte sich auf über 1,5100 erholen. Bisher sind in den letzten Tagen weder eine Intervention der SNB noch offizielle Äußerungen erfolgt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass die Reihe schlechter schweizerischer Daten gekoppelt mit der Deflationsbedrohung dafür sorgen werden, dass die SNB ihre Einstellung vorerst nicht ändert. Die britische Verbraucherpreisinflation für Oktober fiel etwas höher als erwartet aus -0,2% im Vormonatsvergleich, 1,5% im Vorjahresvergleich (Prognose von 0,1% im Vormonatsvergleich, 1,4% im Vorjahresvergleich) -, obwohl diese leichte Besserung eigentlich nicht überraschen dürfte, nachdem der jüngste Inflationsbericht für November einen deutlichen Anstieg der britischen Inflation in nächster Zukunft vorhersagte. Technisch betrachtet sieht GBPUSD sehr bullisch aus. Es konnte gestern den Widerstand von 1,6840-50 überwinden und strebt jetzt dem Widerstand von 1,7000 zu. Allerdings steht dem Paar das wichtigste Ereignis noch bevor, die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der BoE morgen. Unserer Einschätzung nach besteht ein Aufwärtsrisiko, insbesondere falls ein Ende der Maßnahmen zur quantitativen Lockerung diskutiert wurde, nachdem die jüngste Finanzspritze von £ 25 Mrd. erfolgt ist.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

10:00 EUR Handelsbilanz in € Mrd. (saisonbereinigt), Sept., Prognose von --- nach 1,0
13:30 USD Erzeugerpreisindex, Okt., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,5 (-1,8) nach -0,6 (-4,8)
13:30 USD Erzeugerpreisindex, Kerndaten, Okt., Vormonatsvergleich (Vorjahresvergleich), in Prozent, Prognose von 0,1 (1,4) nach -0,1 (1,8)
14:15 USD Industrieproduktion, Okt., Vormonatsvergleich, in %, Prognose von 0,4, zuvor 0,7
14:15 USD Kapazitätsauslastung, Okt., in %, Prognose von 70,8, zuvor 70,5
18:00 USD NAHB-Hausmarktindex, Nov., Prognose von 19, zuvor 18


Risiken heute:

EurUsd Das Paar tendierte gestern größtenteils richtungslos. Nach Bernankes Rede sackte es auf ein Tief von 1,4879 ab, setze dann jedoch rasch von der Unterstützung von 1,4880 zu einer Erholung an. EURUSD scheint sich jetzt in einem Kanal zwischen 1,4821 und 1,5062 zu konsolidieren. Lediglich Notierungen über 1,5062 würden eine weitere bullische Dynamik in Richtung 1,5200-1,5300 bestätigen.

GbpUsd Das Paar hat an seiner bullischen Entwicklung festgehalten und gestern den Widerstand von 1,6842 ausgehoben, konnte jedoch nicht darüber schließen. Seit Bekanntgabe der Verbraucherpreisinflation hat es dieses Terrain erneut erobert, geriet jedoch bei 1,6873, direkt vor dem Widerstand von 1,6900 ins Stocken. Die morgige Sitzung der BoE wird das Schlüsselereignis für Katalysatoren sein, die GBPUSD den Schlüsselwiderstand von 1,7014 testen lassen könnten. Vorerst allerdings dürfte die gute Unterstützung dafür sorgen, dass es über 1,6750 notiert.

UsdJpy Das Paar hat endlich die Unterstützungslinie seines absteigenden Dreiecks von 89,18 überwunden und scheint jetzt die nächste Unterstützung auf dem Weg nach unten von 88,00 anzustreben. Der Widerstand auf der Abwärtstrendlinie im Umfeld von 90,20 dürfte ausreichend Angebot liefern, um möglichen Rallys Einhalt zu gebieten. Allerdings müssen beständig Notierungen unter 88,80 vorherrschen, um das bärische Szenario fortzusetzen. Die wichtige Unterstützung liegt darunter bei 87,15.

UsdChf Das Paar verharrt weiterhin in der Spanne von 1,0030 bis 1,0190. Wir rechnen damit, dass dies so bleibt, bis ein eindeutiger Ausbruch auf einer der beiden Seiten bestätigt wird. Derzeit sorgen USD-Verkäufe für verstärkten Abwärtsdruck. Kann die entscheidende Unterstützung von 1,0030 ausgehoben werden, erfolgt unweigerlich die Parität und eine Wiederkehr des langfristigen Abwärtstrends, der möglicherweise einen weiteren Rückgang zur Unterstützung von 0,9890 anstrebt.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.5100 1.7400 93.50 1.0290
1.5062 1.7041 91.50 1.0200
1.5046 1.6900 90.05 1.0190
1.4945 1.6870 88.95 1.0105
1.4880 1.6740 88.80 1.0034
1.4810 1.6515 88.00 1.0000
1.4626 1.6460 87.15 0.9890
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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