|
|
Tägliche Meldungen und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen |
|
Steigenden US-Arbeitslosenquote und neue Rekordpreise für Rohöl lassen Dollar sinken
|
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Am Freitag war der Dollar rückläufig. Der unerwartete Anstieg der US-Arbeitslosenquote von 5% im April auf 5,5% im Mai ließ die Ängste über eine ausgeprägtere und längere Konjunkturabkühlung wieder aufleben und senkte die Aussichten auf eine Zinsanhebung durch die Federal Reserve vor Jahresende. Der drastische Anstieg der Ölpreise auf neue Rekordhochs verstärkte den Druck auf den Dollar weiter. Es bestehen Sorgen, dass die emporschnellenden Ölpreise der US-Wirtschaft weiteren Schaden zufügen und gleichzeitig die Inflation anfachen könnten.
Zudem ließen die Vertreter der Europäischen Zentralbank am Freitag allem Anschein nach wenig Zweifel an einer Zinsstraffung im nächsten Monat, was zum stärksten Wochenverlust des Dollars gegenüber dem Euro seit Ende März beitrug.
EurUsd kletterte auf ein Sitzungshoch von 1,5783, der größte Wertzuwachs innerhalb einer Woche seit Ende März. Zu Handelsschluss am Freitag wurde es zu 1,5782, plus 1,19%, gehandelt. GbpUsd konnte um 0,6% auf 1,9704 zulegen. UsdJpy zog sich von seinem Hoch von 106,34 zurück und gab um 0,92% auf 104,92 nach. UsdChf sackte auf bis zu 1,0182 ab, sein niedrigster Stand seit sechs Wochen. Das Paar wurde zuletzt bei 1,0186 gehandelt, minus 1,86%. Währungen wie der Yen und der Schweizer Franken erleben in Zeiten der Ungewissheit verstärkt Mittelzuflüsse, weil die geringeren Zinssätze den Kapitalüberschuss dieser Länder widerspiegeln.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet löste am Donnerstag eine Euro-Rally aus, als er zur Bekämpfung der Inflation eine Zinsstraffung im Juli nahelegte. Die Äußerungen von Trichet machten die Bemühungen des Fed-Präsidenten Ben Bernanke von vor zwei Tagen, den Dollar anzupreisen, zu Nichte. Am Freitag sprachen auch andere EZB-Vertreter wie Trichet von einer möglichen strafferen Geldpolitik, nachdem die Zentralbank diesen Monat den Leitzins bei 4% belassen hatte.
US-Rohölfutures schnellten um mehr als $ 10 pro Barrel auf $ 139,12 pro Barrel an, woraufhin die Aktien an der Wall Street um 3 Prozent einbrachen. Der Rückgang der Aktien drückte auch den Dollar gegenüber dem Yen und dem Schweizer Franken nach unten.
|
|
Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):
00:00 AUD Feiertag in Australien 00:00 USD Feiertag in China und Israel 08:30 EUR Sentix-Index, Eurozone, Juni, 2,9 nach 3,5 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Output, Kerndaten, Mai, 0,4% nach 1,0% (Vormonatsvergleich) 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Output, Kerndaten, Mai, 4,7% nach 4,5% (Vorjahresvergleich) 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Inputpreise, Mai, 2,7% nach 2,4% (Vormonatsvergleich) 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Inputpreise, Mai, 24% nach 23,1% (Vorjahresvergleich) 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Outputpreise, Mai, 2,7% nach 2,4% (Vormonatsvergleich) 08:30 GBP Erzeugerpreisindex, Outputpreise, Mai, 24% nach 23,1% (Vorjahresvergleich) 12:15 CAD Baubeginne, Mai, annualisiert 220k nach 213,9k 14:00 CHF Rede des SNB-Präsidenten Roth 14:00 USD Anstehende Eigenheimverkäufe, April, -0,5% nach -1% 16:15 USD Rede von Fed-Vertreter Geithner in New York über die Wirtschaft 16:30 EUR Rede von EZB-Präsident Trichet in Paris
|
|
Risiken heute:

EurUsd Das Paar kehrte im späten Handel am Freitag auf das Hoch von 1,5800 zurück. Das ist die Bestätigung, dass der Euro aus seiner Konsolidierungsspanne von 1,5400-1,5800 ausbricht. Dies hat den Weg zum Pivot-Punkt und Widerstand von 1,6000 und danach dem Schlüsselwiderstand von 1,6200 erneut geebnet. Nach unten könnte eine Rückkehr unter 1,5800 den Aufwärtstrend aufhalten, würde jedoch nicht die Tür für eine Rückkehr auf die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 öffnen. Die Unterstützung kann sich bei 1,5573 (Tief vom Freitag) behaupten. Die erste Widerstandslinie ist weiterhin das Hoch vom 27. Mai von 1,5819.
GbpUsd Das Paar hat Ende Mai den oberen Trendlinien-Widerstand des Zwei-Monats-Abwärtstrend von 2,0398 durchbrochen. Jedoch konnte es keine starke Richtungsvorgabe aufzeigen. Die Handelsspanne liegt zwischen 1,9460 und 1,9850. Die psychologisch wichtige Marke von 2,0000 bleibt in Reichweite. Nach unten könnte eine Trendumkehr unter 1,9600 erneut das Januar-Tief von 1,9337 und die Marke von 1,9105 (50% Retracement des Anstiegs von 1,7049 zu 2,1162) ins Blickfeld rücken. Die starke Unterstützung verläuft bei 1,9363, dem Tief von 20. Februar und 14. Mai.
UsdJpy Das Paar wird die dritte Woche in Folge im Umfeld des Widerstands von 105 gehandelt. Gewinnmitnahmen bei 105 könnten wieder eine Abwärtsentwicklung hin zur Konsolidierungsspanne zwischen 100–104 einleiten. Die kleine Unterstützung verläuft beim 102,58, Tief vom 9. Mai. Ein erneuter Vorstoß über 105 würde den starken Widerstand (Trendlinie) von 110,10 und das Doppelhoch von Mitte Januar gefolgt von 111,92, Hoch von Anfang Januar, ins Blickfeld rücken. Die erste Widerstandslinie ist nach wie vor das Donnerstag-Hoch von 106,43. Die erste Unterstützung kann sich bei 104,87 (Tief vom Freitag) behaupten.
UsdChf Das Paar ist letzte Woche aus seiner Handelsspanne von 1,0400-1,0600 ausgebrochen. Der Trendlinien-Widerstand ist weiterhin das Hoch vom 8. Mai von 1,0625. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar. Die erste Unterstützung kann sich bei 1,0182 (Tief vom letzten Freitag) behaupten. Weitere Schwäche könnte den Weg zum Tief vom 17. März von 0,9639 freimachen.
|
|
Resistance and Support:
|
EURUSD |
GBPUSD |
USDJPY |
USDCHF |
|
1.6200 T |
2.0447 S |
111.92 K |
1.1191 K |
|
1.6000 K |
2.0100 P |
110.10 T |
1.0625 T |
|
1.5819 M |
1.9800 S |
106.43 M |
1.0525 S |
|
1.5810 |
1.9720 |
105.15 |
1.0190 |
|
1.5573 M |
1.9363 S |
104.87 M |
1.0181 S |
|
1.5366 S |
1.9337 T |
102.60 M |
1.0000 P |
|
1.5000 K |
1.9105 K |
100.00 P |
0.9637 K |
|
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt |
|
|
|
| |
|
|
| |
| |
|