Forex - Besser als erwartete Datenmeldungen verliehen Dollar vor Zinsentscheidung der Bank of England und der EZB heute Auftrieb
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Besser als erwartete Datenmeldungen verliehen Dollar vor Zinsentscheidung der Bank of England und der EZB heute Auftrieb
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Am Mittwoch legte der Dollar zu. Der überraschende Anstieg der US-Produktivität verstärkte den Wertzuwachs, nachdem ein Vertreter der Federal Reserve geäußert hatte, dass die Zentralbank zur Bekämpfung der Inflation für eine Zinserhöhung bereit stehen müsste. Datenmeldungen, die einen stärker als prognostizierten Produktivitätszuwachs im ersten Quartal sowie einen geringer als erwarteten Anstieg der Lohnstückkosten auswiesen, trugen ebenfalls zur Wertsteigerung des Dollar bei. Diese Angaben vermittelten den Anlegern die Gewissheit, dass die Inflation zwar steigt, aber nicht außer Kontrolle ist. Allerdings äußerten einige Analysten, dass die Anleger den Dollar-Ausblick möglicherweise zu optimistisch einschätzen. Sie fügten hinzu, dass die immer noch strauchelnde US-Wirtschaft dieses Jahr eine Zinserhöhung der Fed verhindern wird. Letzte Woche hat die Fed ihren Leitzins auf 2% gesenkt, jedoch angedeutet, dass sie bereit sei, eine Pause in ihrem Zinslockerungszyklus einzulegen, der im September, ausgehend von einem Zinssatz von 5,25%, begann.

Der Euro wurde auch durch den deutlichen Rückgang der Einzelhandelsumsätze der Eurozone belastet. Dies legt nahe, dass die Europäische Zentralbank möglicherweise noch vor Jahresende ihren Leitzins senken muss.

EurUsd gab auf ein Sitzungstief von 1,5333 nach, bevor es mit 1,5344, minus 1,1%, aus dem Handel ging. UsdJpy notierte fast unverändert bei 104,91, nachdem es zuvor bis auf 105,59 geklettert war. UsdChf konnte um 0,54% auf 1,0582 zulegen. GbpUsd tendierte um 1,04% niedriger, bei 1,9508 und gab bis auf ein 11-Wochen-Tief von 1,9503 nach, weil das schwache Verbrauchervertrauen und die Beschäftigungsdaten das Augenmerk der Anleger weiterhin auf das langsamere Wachstum in Großbritannien lenken.

Die Ökonomen rechnen damit, dass die Bank of England am Donnerstag den Leitzins unverändert bei 5% belassen wird. In den 15 Ländern der Eurozone steht die Inflation ganz oben auf der Sorgenliste. Die Märkte rechnen allgemein mit einer Beibehaltung des EZB-Leitzinses von 4% am Donnerstag. Den Analysten zufolge könnte der Euro jedoch nachgeben, sollte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Zentralbank höhere Abwärtsrisiken für das Wachstum erwähnen. In jüngsten Wochen ist der Euro durch eine Reihe schwacher Datenmeldungen unter Druck geraten, nachdem die Devise zuvor auf ein Rekordhoch von 1,6019 geklettert war.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

10:00 EUR Industrieproduktion, Deutschland, März, -0,5% nach 0,4% (Vormonatsvergleich)
11:00 GBP Zinsentscheidung der Bank of England, 5% nach 5%
11:45 EUR Zinsentscheidung der EZB, 4% nach 4%
12:15 CAD Baubeginne, April, 222.500 nach 254.700
12:30 USD Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, 370k nach 380k
14:00 USD Lagerbestände im Großhandel, März, 0,5% nach 1,1%
21:30 USD Finanzminister Paulson spricht in Washington über Finanzbildung.


Risiken heute:

EurUsd Der Euro hat in den letzten drei Wochen geschwächelt und gestern das untere Ende der Handelsspanne von 1,5400 durchbrochen. Die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 stellt die starke Unterstützung vor dem Pivot-Punkt bei 1,4500 dar. Der Pivot-Widerstand hält sich bei 1,6000, vor dem wichtigen Widerstand bei 1,6200, dem Marktziel. Der erste Widerstand liegt nach wie vor bei der früheren Unterstützung von 1,5528.

GbpUsd Das Paar wird unter der Konsolidierungsmarke von 1,9800 gehandelt und hat gestern die Unterstützung der Handelsspanne von 1,9600 durchbrochen. Erneuter Druck könnte den Weg in Richtung des Januar-Tiefs von 1,9337 und 1,9105 (50% Retracement des Kursanstiegs von 1,7049 zu 2,1162) ebnen. Eine erneute Kursstärke über 1,9800 könnte die Tür in Richtung der psychologischen Marke von 2,0000 erneut öffnen. Die derzeitige Handelsspanne ist der Bereich zwischen 1,9500 und 1,9800.

UsdJpy Der seit 1,5 Monaten anhaltende Abwärtstrend ist bei 105 auf Widerstand gestoßen. Ein weiterer Vorstoß könnte einen Anstieg auf den starken (Trendlinien-) Widerstand von 110,10 und das Doppelhoch von Mitte Januar, gefolgt von der Marke von 111,92 ermöglichen. Gewinnmitnahmen oder eine Rückkehr unter 105 könnten Spielraum für eine Konsolidierung im Rahmen der Handelsspanne von 100-103 schaffen. Das Hoch von Anfang April von 102,95 bleibt die kleine Unterstützung.

UsdChf Das Paar hat am Freitag die Marke von 1,0500 nach oben durchbrochen und sein Zwei-Monats-Hoch von 1,0609 erreicht. Eine Rückkehr unter 1,0500 könnte den Web ebnen bis hinab auf 1,0000 und hin zu 0,9639, dem Tief vom 17. März. Der aktuelle Aufwärtstrend scheint über dem ehemaligen Widerstand bei 1,0200 gefestigt. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.6200 T 2.0447 S 111.92 K 1.1191 S
1.6000 K 2.0100 P 110.10 T 1.0609 M
1.5528 M 1.9800 S 105.70 M 1.0560 M
1.5334 1.9600 103.95 1.0560 M
1.5285 M 1.9593 M 104.61 M 1.0500 P
1.5000 K 1.9337 S 102.95 M 1.0200 S
1.4500 P 1.9105 K 100.00 P 0.9637 K
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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