Forex - Dollar-Erholung aufgrund Einschätzung, dass Fed Zinsen im späteren Jahresverlauf anhebt
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Dollar-Erholung aufgrund Einschätzung, dass Fed Zinsen im späteren Jahresverlauf anhebt
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Am Montag erholte sich der Dollar von seinem 2,5-Wochen-Tief gegenüber dem Euro, weil ein wichtiger Prognosemaßstab im April unerwartet positiv ausfiel. Dies deutete daraufhin, dass die starke Konjunkturabkühlung in den USA sich möglicherweise ihrem Ende nähert. Das besänftige wiederum die Sorgen über das Verbrauchervertrauen und beschwichtigte die Anleger, dass die Federal Reserve über Spielraum für eine Zinsanhebung im späteren Jahresverlauf verfügt. Die aggressiven Zinssenkungen der Fed zur Abwehrung der Rezession haben die Attraktivität des Dollars für ausländische Anleger untergraben. Diese haben sich zur Erwirtschaftung höheren Renditen dem Euro und anderen Hochzinswährungen zugewandt.

EurUsd gab auf ein Tagestief von 1,5486 nach. Zu Handelsschluss notierte das Paar bei 1,5528, minus 0,31%. UsdJpy kletterte auf 104,69 und UsdChf verbesserte sich auf 1,0573, weil die Anleger die Meldung willkommen hießen, dass der Index der Frühindikatoren des Conference Board, wie bereits im März, um 0,1% gestiegen ist. Die Ökonomen hatten nach dem Anstieg im März, der auf fünf rückläufige Monate folgte, für April mit einer Stagnation gerechnet. UsdJpy wurde zu Handelsschluss bei 104,47 gehandelt, plus 0,4%. UsdChf konnte um 0,44% auf 1,0522 zulegen. GbpUsd ging mit einem Minus von 0,44%, bei 1,9490 aus dem Handel, nachdem es im Tagesverlauf bis auf 1,9624 gesunken war. UsdCad gab um 0,72% auf 0,9921 nach.

Die Devisenhändler schrieben die Dollar-Erholung auch der Glattstellung von Positionen nach dem starken Ausverkauf am Freitag zu. Letzterer war durch einen Bericht ausgelöst worden, der einen Rückgang des Verbrauchervertrauens im Mai auf ein 28-Jahres-Tief auswies. Am Mittwoch werden die Protokolle der April-Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank veröffentlicht. Die Anleger werden auf weitere Hinweise achten, dass die Fed endlich eine Verschnaufpause einlegen wird. Die US-Zinsfutures preisen eine Wahrscheinlichkeit von 90% ein, dass die Zentralbank ihren Leitzins bis Juni unverändert bei 2% lässt. Die Aussichten für eine Zinsanhebung vor Jahresende wurden mit etwa 92% beziffert. Das sollte Dollar-Optimisten Mut machen, die sich aufgrund der Ölpreise nervös zeigen, die bei einem Rekordpreis von $ 127 pro Barrel liegen.

Den Analysten zufolge führen die Inflationssorgen dazu, dass sich der Markt auf die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreisdaten am Dienstag konzentriert. Allerdings könnten robuste Ergebnisse des deutschen ZEW- und Ifo-Geschäftsklimaindex diese Woche dem Euro Auftrieb verleihen, denn sie würden dafür sprechen, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins, anstatt zu kürzen, noch eine Weile unverändert belassen wird. Der Zinssatz der Eurozone steht momentan bei 4%. Der Großteil der Analysten rechnet damit, dass die EZB zur Bekämpfung der Inflation daran festhalten wird. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Bank of Japan den Leitzins auf ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung, die am Montag begann, unverändert bei 0,50% lassen wird.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

09:00 EUR ZEW-Index für Deutschland, Teilindex Aktuelle Lage, März, 32 nach 33,2
09:00 EUR ZEW-Index für Deutschland, Konjunkturerwartungen, März, -37,5 nach -40,7
12:00 USD Fed-Vertreter Kohn spricht in New Orleans über die Wirtschaft.
12:30 USD Erzeugerpreisindex, April, 0,4% nach 1,1% (Vormonatsvergleich)
12:30 USD Erzeugerpreisindex, April, Kerndaten, 0,2% nach 0,2% (Vormonatsvergleich)
12:30 CAD Großhandelsumsatz, März, 0,4% nach -1,8% (Vormonatsvergleich)
14:00 USD BD/TIPP Economic Optimism Index, Mai, 38,25 nach 39,2
23:50 JPY Index für den Tertiärsektor, März, 0,6% nach -1,7%


Risiken heute:

EurUsd Der Euro vollzog, nach dem Abwärtstrend der Vorwoche, letzte Woche eine Konsolidierung innerhalb der Spanne von 1,5400-1,5600. Die erste Widerstandslinie ist weiterhin das gestrige Hoch von 1,5633. Der Pivot-Punkt hält sich bei der Widerstandsmarke von 1,6000 vor dem wichtigen Widerstand bei 1,6200, dem Marktziel. Nach unten ist die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 die starke Unterstützung vor dem Pivot-Punkt bei 1,4500. Die geringfügige Unterstützung kann sich beim Tief der Vorwoche von 1,5285 behaupten.

GbpUsd Das Paar ist am Freitag über die Marke von 1,9500 zurückgekehrt. Diese Entwicklung beseitigte den Druck und die Abwärtsziele von 1,9337 (Januar-Tief) und 1,9105 (50% Retracement des Kursanstiegs von 1,7049 zu 2,1162). Sie folgte, nachdem der Markt bei 1,9363, dem Tief vom 20. Februar und 14. Mai, eine doppelte 3-Monats-Unterstützung gefunden. Eine Rückkehr über 1,9600 und 1,9800 könnte den Weg wieder freimachen hin zur psychologischen Marke von 2,0000. Die derzeitige Handelsspanne ist der Bereich zwischen 1,9400 und 1,9600.

UsdJpy Der seit 1,5 Monaten anhaltende Abwärtstrend ist im Umfeld von 105 auf Widerstand gestoßen. Eine weitere Kursstärke könnte einen Anstieg auf den starken (Trendlinien-) Widerstand von 110,10 und das Doppelhoch von Mitte Januar, gefolgt von der Marke von 111,92 ermöglichen. Gewinnmitnahmen bei 105 könnten wieder eine Abwärtsentwicklung hin zur Konsolidierungsspanne zwischen 100–104 einleiten. Die kleine Unterstützung verläuft beim Freitagstief von 103,53.

UsdChf Das Paar schnellte letzten Donnerstag auf ein 2-Monatshoch bei 1,0625. Es konsolidiert sich derzeit in der Spanne von 1,0400-1,0600. Eine erneute Schwäche würde den Weg nach unten zu 1,0200 und zu 0,9639, dem Tief vom 17. März, freimachen. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.6200 T 2.0447 S 111.92 K 1.1191 K
1.6000 K 2.0100 P 110.10 T 1.0625 T
1.5633 M 1.9800 S 105.70 M 1.0582 M
1.5590 1.9560 103.85 1.0460
1.5285 M 1.9363 T 103.53 M 1.0390 M
1.5000 K 1.9337 S 100.00 P 1.0200 S
1.4500 P 1.9105 K 95.74 K 0.9637 K
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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