Forex - Niedrigerer Ölpreis und unerwartet gute Zahlen der HSBC bescherten dem Dollar am Montag ein Plus
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Niedrigerer Ölpreis und unerwartet gute Zahlen der HSBC bescherten dem Dollar am Montag ein Plus
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Der Dollar erholte sich am Montag gegenüber dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken, da Anleger, ermutigt durch einen Rückgang der Ölpreise und unerwartet starke Gewinnzahlen der HSBC, riskantere Vermögenswerte wie Aktien kauften. Die wachsende Risikofreude der Anleger weckte erneut Interesse an Carry Trades und verhalf damit den hoch rentierenden Währungen Euro, Pfund Sterling sowie australischer und neuseeländischer Dollar zu Gewinnen gegenüber der US-Währung. Bei Carry Trades nehmen Anleger Kredite in Yen oder einer anderen, gering rentierenden Währung auf, um Vermögenswerte mit höheren Renditen zu kaufen.

Gestern verteuerte sich UsdJpy um 0,96% auf 103,87. UsdChf notierte um 0,36% fester bei 1,0449. EurJpy schnellte um 1,34% auf 161,35 nach oben, so dass die Verluste der Währung der Eurozone gegenüber dem Dollar wieder ausgeglichen wurden. EurUsd stand zuletzt um 0,28% fester bei 1,5532. Laut Analysten besteht eine starke Korrelation zwischen EurJpy und Aktien, und Gewinne des Währungspaares schlagen sich in der Regel auch im EurUsd-Wechselkurs nieder. Händler stellten auch fest, dass der Euro bei seinem Anstieg gegenüber dem Dollar bei geringer Liquidität – schließlich blieben die meisten Börsen in Europa wegen eines Feiertags geschlossen – nach Stopp-Loss-Schwellen gesucht habe.

Die US- und globalen Aktienmärkte reagierten erfreut auf die Nachricht, dass das europäische Bankenschwergewicht HSBC unerwartet starke Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt hatte, sowie auf einen Rückgang der Ölpreise. Anleger werden am Dienstag eine ganze Reihe von Konjunkturdaten genau beobachten, vor allem die US-Einzelhandelsumsätze für April, und werden in den Reden von Vertretern der US-Notenbank nach Hinweisen darauf suchen, ob die US-Notenbank die Zinsen nächsten Monat weiter senken wird. Charles Evans, Präsident der Chicago Fed, sagte, die Verbraucher stünden „unter viel Stress“ und die Wirtschaft sei mit Abwärtsrisiken konfrontiert.

Die kurzfristigen Zinsfutures, die die Erwartungen des Marktes bezüglich der Währungspolitik der Fed verfolgen, zeigen eine 86%ige Chance, dass die Fed bei ihrer nächsten Sitzung am 25. Juni die Leitzinsen unverändert bei 2% beibehalten wird. Gleichzeitig haben einige Anzeichen dafür, dass das Wachstum in Europa aus dem Tritt gerät, Spekulationen angefacht, dass die Europäische Zentralbank zum ersten Mal seit fast einem Jahr eine Zinssenkung ins Auge fassen könnte. Dies könnte dem Dollar Auftrieb verleihen, dessen Attraktivität durch die aggressiven Zinssenkungen der Fed gelitten hat.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

08:30 GBP Verbraucherpreisinflation für April, 0,8% nach 0,4% (Vormonatsvergleich)
08:30 GBP Verbraucherpreisinflation für April, 3% nach 2,5% (Vorjahresvergleich)
08:30 GBP Einzelhandelspreisindex für April, 0,6% nach 0,3% (Vormonatsvergleich)
08:30 GBP Einzelhandelspreisindex für April, 3,9% nach 3,8% (Vorjahresvergleich)
10:10 EUR Pianalto von der US-Notenbank und Noyer von der EZB halten eine Rede in Paris
12:20 USD US-Notenbankchef Bernanke spricht in Georgia über Liquidität
12:30 USD Exportpreise für April, 0,8% nach 1,5%
12:30 USD Importpreise für April, 1,7% nach 2,8%
12:30 USD Einzelhandelsumsätze ohne Autos für April, 0,2% nach 0,1% (Vormonatsvergleich)
12:30 USD Einzelhandelsumsätze für April, -0,1% nach 0,2% (Vormonatsvergleich)
14:00 USD Lagerbestände für März, 0,4% nach 0,6%
15:00 EUR Treffen der Finanzminister in Brüssel
17:00 USD Fisher, Hoenig und Yellen von der US-Notenbank halten eine Rede
21:00 USD wöchentlicher ABC/Wash Post Index -45 nach -46


Risiken heute:

EurUsd Die jüngste Rückkehr des Euro über 1,5400 und 1,5500 beendete den dreiwöchigen Abwärtstrend. Der erste Widerstand ist nach wie vor die frühere Unterstützung bei 1,5528 vor dem gestrigen Hoch von 1,5571. Der Pivot-Punkt hält sich bei der Widerstandsmarke von 1,6000 vor dem wichtigen Widerstand bei 1,6200, dem Marktziel. Nach unten ist die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 die starke Unterstützung vor dem Pivot-Punkt bei 1,4500.

GbpUsd GbpUsd testet seit Freitag 1,9500 an. Weiterer Druck könnte das Januar-Tief von 1,9337 und 1,9105 (50% Retracement des Kursanstiegs von 1,7049 zu 2,1162) ins Blickfeld rücken. Eine erneute Erholung über 1,9600 und 1,9800 könnte den Weg wieder freimachen hin zur psychologischen Marke von 2,0000. Die derzeitige Handelsspanne ist der Bereich von 1,9400 – 1,9800.

UsdJpy Der jüngste Aufwärtstrend der vergangenen 1½ Monate traf bei etwa 105 auf Widerstand. Ein weiterer Kursgewinn könnte den Weg nach oben hin zum starken (Trendlinien)-Widerstand bei 110,10 und dem Doppelhoch von Mitte Januar vor dem Hoch bei 111,92 von Anfang Januar frei machen. Gewinnmitnahmen bei 105 könnten eine Abwärtsentwicklung hin zur Konsolidierungsspanne zwischen 100 – 104 einleiten. Die geringfügige Unterstützung kann sich beim gestrigen Tief von 102,58 behaupten.

UsdChf Das Paar schnellte letzten Donnerstag auf ein 2-Monatshoch bei 1,0625. Aber die Rückkehr vom vergangenen Freitag unter 1,0500 machte den Weg wieder frei hin zu 1,0200 und zu 0,9639, dem Tief vom 17. März. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.6200 T 2.0447 S 111.92 K 1.1191 K
1.6000 K 2.0100 P 110.10 T 1.0625 T
1.5528 M 1.9800 S 105.70 M 1.0512 M
1.5460 1.9470 103.70 1.0485
1.5285 M 1.9443 M 102.58 M 1.0390 M
1.5000 K 1.9337 S 100.00 P 1.0200 S
1.4500 P 1.9105 K 95.74 K 0.9637 K
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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