Forex - Dollarerholung nach besserem US-Beschäftigungsbericht und deutlichem Rückgang des deutschen Ifo-Index
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Dollarerholung nach besserem US-Beschäftigungsbericht und deutlichem Rückgang des deutschen Ifo-Index
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Der Dollar legte am Donnerstag auf breiter Basis zu, nachdem US-Daten einen starken Beschäftigungsmarkt gezeigt hatten und ein wichtiger Maßstab für das Geschäftsklima in Deutschland einbrach, was dem Euro schadete. Den Verlusten des Euro vorausgegangen war eine Rallye zu Wochenanfang auf ein Rekordhoch von 1,6019 am Dienstag, den höchsten Stand seit der Einführung der Währung im Jahr 1999, da Anleger von einer Zinserhöhung durch die EZB zur Eindämmung der Inflation ausgegangen waren. Aber die Äußerungen von Vertretern der EZB zu übermäßiger Volatilität des Eurohandels und die schwachen Daten zum Konjunkturwachstum von dieser Woche lösten laut Analysten eine Verkaufswelle der Währung aus.

In Deutschland zeigte der gestern veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex den stärksten monatlichen Rückgang seit September 2001. Der Ifo-Gesamtindex ging auf einen unerwartet niedrigen Stand von 102,4 im April zurück, das niedrigste Ergebnis seit Januar 2006. Zu dieser Enttäuschung beim Ifo-Index kam am Mittwoch noch ein Abgleiten des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone auf ein Niveau, das fast einen Konjunkturabschwung impliziert, ein Hinweis darauf, dass die Eurozone möglicherweise nicht immun gegen eine Konjunkturabkühlung in den USA ist.

EurUsd notierte um 1,3% schwächer bei 1,5676, mehr als 3 Cent unter dem Rekordhoch vom Dienstag und so niedrig wie seit zwei Wochen nicht mehr. EurJpy ging um 0,46% auf 163,58 zurück, während UsdJpy um 0,85% auf 104,36 zulegte. UsdChf zog um 1,96% auf 1,0356 an.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte am Donnerstag, man mache sich Sorgen über die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen auf die Finanzstabilität. „Wenn irgendjemand auf eine Zinsanhebung der EZB irgendwann in diesem Jahr gesetzt hatte, so dürfte der Ifo die Chancen dafür nun deutlich verringert haben“, sagte ein Analyst.

Die Kursgewinne des Dollar erfolgen zu einer Zeit, da Anleger genau darauf achten, ob die US-Notenbank möglicherweise bei ihrer aggressiven Zinssenkungspolitik eine Pause einlegt. Für nächste Woche wird noch eine Zinssenkung der Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf 2% prognostiziert. Die US-Notenbank hat die Zinsen seit letztem September um insgesamt 300 Basispunkte nach unten korrigiert, um eine Rezession abzuwenden. Schwache US-Daten zu den Verkäufen neuer Eigenheime im März ließen keine eindeutigen Schlüsse auf die zukünftige Zinsentwicklung zu.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

00:00 AUD Wegen eines Feiertags geschlossen
00:00 NZD Wegen eines Feiertags geschlossen
10:00 CHF Rede von SNB-Präsident Roth nach einer Aktionärsversammlung
07:30 SEK Handelsbilanz für März, 12,5 Mrd. nach 17,1 Mrd.
08:00 EUR Geldmenge M3 der Eurozone für März, 10,8% nach 11,3%
08:30 GBP Vorläufige BIP-Zahlen für das 1. Quartal, 0,4% nach 0,6% (Vorquartalsvergleich)
08:30 GBP Vorläufige BIP-Zahlen für das 1. Quartal, 2,6% nach 2,8% (Vorjahresvergleich)
13:55 USD Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan für April, 63,2 nach 69,5


Risiken heute:

EurUsd Der Euro verkehrte den größten Teil seiner Gewinne von Anfang der Woche ins Gegenteil und verbilligte sich um mehr als 3 Cent gegenüber seinem Allzeithoch von 1,6019 vom Dienstag. Die mittelfristige Handelsspanne ist nach wie vor 1,5500-1,5800. 1,5528 bleibt die starke Unterstützung (23,6% Retracement der Kursbewegung von 1,4311 zu 1,5904). Die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 ist die starke Unterstützung vor dem Pivot-Punkt bei 1,4500. Der Pivot-Widerstand hält sich bei 1,6000 vor dem entscheidenden Widerstand bei 1,6200, dem Marktziel. Die erste Unterstützung kann sich bei 1,5511, dem Tief vom 3. April, behaupten.

GbpUsd GbpUsd konsolidiert sich bei etwa 1,9800. Eine weitere Kursstärke könnte die Tür in Richtung der psychologischen Marke von 2,0000 öffnen. Eine Bestätigung über dem wichtigen Pivot-Punkt von 2,0100 würde die Bahn für einen weiteren Aufwärtstrend frei machen. Die derzeitige Handelsspanne ist der Bereich zwischen 1,9600 und 2,0000. Erneuter Druck unter 1,9800 könnte den Weg in Richtung des Januar-Tiefs von 1,9337 und 1,9105 (50% Retracement des Kursanstiegs von 1,7049 zu 2,1162) ebnen.

UsdJpy Es hat seine Stärke über 102 bestätigt. Ein weiterer Kursgewinn könnte den Weg nach oben hin zu 105, dann zum starken (Trendlinien)-Widerstand bei 110,10 und dem Doppelhoch von Mitte Januar vor dem Hoch bei 111,92 von Anfang Januar frei machen. Wird 105 nicht nach oben überwunden, dann fällt das Paar wieder zurück in die Konsolidierungsspanne von 100 - 103. Das Hoch von Anfang April von 102,95 bleibt die geringfügige Unterstützung.

UsdChf Das Paar durchbrach 1,0200, und bei weiteren Kurszuwächsen des Dollars könnte sich eine Entwicklung hin zum Trendlinienwiderstand bei 1,0457 vollziehen. Eine Rückkehr unter 1,0200 könnte den Web ebnen bis hinab auf 1,0000 und hin zu 0,9639, dem Tief vom 17. März. Der aktuelle Aufwärtstrend scheint über dem ehemaligen Widerstand bei 1,0200 gefestigt. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.6200 T 2.0577 T 111.92 K 1.1191 S
1.6019 M 2.0447 S 110.10 T 1.0500 S
1.6000 K 2.0100 P 105.00 S 1.0457 T
1.5605 1.9715 104.55 1.0400
1.5528 S 1.9650 S 102.95 M 1.0000 P
1.5400 T 1.9337 S 100.00 P 0.9639 K
1.5000 K 1.9105 K 95.74 S 0.9500 T
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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