Forex - Euro verkehrt nach eher gedämpften Zinsäußerungen von EZB-Vertretern seine Gewinne ins Gegenteil
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Euro verkehrt nach eher gedämpften Zinsäußerungen von EZB-Vertretern seine Gewinne ins Gegenteil
Gestrige Neuigkeiten und Ereignisse:

Der Euro erlebte am Mittwoch seinen stärksten Rückgang gegenüber dem Dollar seit drei Wochen, da schwache Konjunkturdaten und Äußerungen von politisch Verantwortlichen der Eurozone darauf hindeuten, dass die schwache US-Währung dem Wirtschaftswachstum in der Eurozone schadet.
Ein Indikator für die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe, der Einkaufsmanagerindex der Eurozone, stürzte im April fast auf ein 3-Jahrestief. Ein weiterer Bericht zeigte, dass auch die Produktionsaktivität in Deutschland nachgelassen hatte. Die Nachfrage nach der europäischen Währung kühlte sich weiter ab, nachdem EZB-Ratsmitglied Christian Noyer Spekulationen auf eine weitere Zinsanhebung durch die Bank abgewehrt hatte. Darüber hinaus sagte Jean-Claude Juncker, der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, der Wechselkurs des Euro sei derzeit übermäßig volatil.

Gestern bei Börsenschluss notierte EurUsd um 0,59% schwächer bei 1,5881, nachdem es zuvor ein Tageshoch von 1,5999 erreicht hatte. Am Dienstag wurde es noch bei einem Rekordhoch von 1,6019 gehandelt, der höchste Stand seit der Einführung der Währung im Jahr 1999. UsdJpy verteuerte sich um 0,54% auf 103,48, und GbpUsd gab um 0,85% auf 1,9791 nach.
UsdChf stieg zunächst auf ein Hoch von 1,6167 und ging dann mit einem Plus von 0,62% bei 1,6133 aus dem Handel.

Die Zahl der bewilligten Hypothekenanträge in Großbritannien sank im März auf ein Rekordtief und unterstrich damit die massive Schwäche des Immobilienmarktes. Es deutete auch darauf hin, dass die Bank of England die Zinsen weiter senken könnte. Die Daten machten anfängliche Gewinne des Pfund Sterling zunichte, die die Währung hatte verbuchen können, nachdem aus dem Sitzungsprotokoll der BoE hervorgegangen war, dass die Entscheidung, die Zinsen in diesem Monat um 25 Basispunkte auf 5% zu senken, keineswegs einstimmig getroffen worden war.

Es wird erwartet, dass die EZB die Zinsen unverändert bei 4% beibehält. Dagegen wird prognostiziert, dass die US-Notenbank ihren Leitzinssatz gegen Ende dieses Monats von den aktuellen 2,25% nach unten senkt. Das Rekordhoch des Euro am Dienstag wurde unterstützt durch aggressive Äußerungen von Vertretern der EZB, darunter auch Christian Noyer, der in einem Interview mit dem französischen Radiosender RTL gesagt hatte, dass die Zentralbank alles Erforderliche tun werde, um die Inflation wieder hin zu ihrem Zielwert zu senken. Aber laut eines Berichts in der Online-Ausgabe des Wall Street Journal sagte Noyer später, die Märkte hätten seine Äußerungen als Hinweis auf die Richtung, in die sich die Zinsen bewegen könnten, fehlinterpretiert.

Forex-Chart

Wichtigste Themen heute (Zeit in GMT):

07:30 SEK Erzeugerpreisindex für März, -0,1% nach 0,6% (Vormonatsvergleich)
07:30 SEK Erzeugerpreisindex für März, 3,1% nach 4,2% (Vorjahresvergleich)
08:00 EUR Deutscher Ifo-Geschäftsklimaindex für April, 104,3 nach 104,8
08:00 EUR Deutscher Ifo-Index zur Einschätzung der aktuellen Geschäftslage für April, 111 nach 111,5
08:00 EUR Deutscher Ifo-Index zu den Geschäftserwartungen für April, 98 nach 98,4
08:00 EUR Leistungsbilanz der Eurozone für Februar (NSA), vorher €-19,1 Mrd.
08:00 EUR Leistungsbilanz der Eurozone für Februar (SA), vorher €-10,6 Mrd.
08:00 EUR Nettoinvestitionsströme der Eurozone für Februar, vorher €22,1 Mrd.
08:30 GBP Einzelhandelsumsätze für März , -0,3% nach 1% (Vormonatsvergleich)
08:30 GBP Einzelhandelsumsätze für März , 4,3% nach 5,5% (Vorjahresvergleich)
08:30 GBP CBI-Trends für April – Aufträge 4 nach 7
12:30 USD Auftragseingänge für langlebige Güter für März ohne Rüstungsgüter, -0,1% nach -1,5%
12:30 USD Auftragseingänge für langlebige Güter für März ohne Transport, 0,4% nach -2,4%
12:30 USD Auftragseingänge für langlebige Güter für März, 0% nach -1,1%
12:30 USD Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, 375.000 nach 372.000
12:30 USD Zivile Kapitalgüter ohne Flugzeuge für März, 0% nach -2,4%
14:00 USD Verkäufe neuer Eigenheime für März, vorher -1,8%
15:00 USD KC Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe für April, vorher -5
23:30 JPY Landesweiter Kernverbraucherpreisindex für Japan für März 1,2% nach 1%
23:30 JPY Landesweiter Gesamtverbraucherpreisindex für Japan für März, vorher 0,6%
23:30 JPY Kernverbraucherpreisindex für Tokio für April 0,5% nach 0,6%


Risiken heute:

EurUsd Der Euro verkehrte einen Teil seiner Gewinne von Anfang der Woche ins Gegenteil und verbilligte sich gegenüber seinem Allzeithoch von 1,6019 vom Dienstag. Die mittelfristige Handelsspanne ist nach wie vor 1,5800-1,6200. 1,5528 bleibt die starke Unterstützung (23,6% Retracement der Kursbewegung von 1,4311 zu 1,5904). Die psychologisch wichtige Marke von 1,5000 ist die starke Unterstützung vor dem Pivot-Punkt bei 1,4500. Der Schlüsselwiderstand ist nach wie vor das Marktziel von 1,6200. Die erste Unterstützung kann sich bei 1,5511, dem Tief vom 3. April, behaupten. Die geringfügige Unterstützung ist unverändert das Schlüsselniveau von 1,6000.

GbpUsd GbpUsd hat sich knapp über 1,9800 konsolidiert. Eine weitere Kursstärke könnte die Tür in Richtung der psychologischen Marke von 2,0000 öffnen. Eine Bestätigung über dem wichtigen Pivot-Punkt von 2,0100 würde die Bahn für einen weiteren Aufwärtstrend frei machen. Die derzeitige Handelsspanne ist der Bereich zwischen 1,9800 und 2,0000. Erneuter Druck unter 1,9800 könnte den Weg in Richtung des Januar-Tiefs von 1,9337 und 1,9105 (50% Retracement des Kursanstiegs von 1,7049 zu 2,1162) ebnen.

UsdJpy Das Paar hat seine Stärke über 102 bestätigt. Ein weiterer Kursgewinn könnte den Weg nach oben hin zu 105, dann zum starken (Trendlinien)-Widerstand bei 110,10 und dem Doppelhoch von Mitte Januar vor dem Hoch bei 111,92 von Anfang Januar frei machen. Wird 105 nicht nach oben überwunden, dann fällt das Paar wieder zurück in die Konsolidierungsspanne von 100 - 103. Das Hoch von Anfang April von 102,95 bleibt die geringfügige Unterstützung.

UsdChf Das Paar bleibt unter 1,0200 weiterhin schwach. Es sucht derzeit nach Richtungsvorgaben, es bildet sich kontinuierlich eine Dreiecksformation. Unter 1,0000 behauptet sich die starke Unterstützung bei 0,9639, dem Tief vom 17. März. Über 1,0000 würde der Aufwärtstrend nur mit einer Bestätigung über dem Widerstand bei 1,0200 wieder einsetzen. Das Doppelhoch von Anfang Januar von 1,1191 stellt den starken Widerstand dar.

Resistance and Support:

EURUSD GBPUSD USDJPY USDCHF
1.6200 T 2.0577 T 111.92 K 1.0500 S
1.6019 M 2.0447 S 110.10 T 1.0285 M
1.6000 K 2.0100 P 105.00 S 1.0200 S
1.5845 1.9770 103.70 1.0185
1.5528 S 1.9650 S 102.95 M 1.0000 P
1.5400 T 1.9337 S 100.00 P 0.9639 K
1.5000 K 1.9105 K 95.74 S 0.9500 T
S: Stark, M: Klein, T: Trendlinie, K: entscheidende Marke, P: Pivot-Punkt


 

 
 
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